Fellinis Casanova (ital. OmU)

12.09.201817:30 Uhr

Filmprogramm zur Ausstellung "Roland Topor. Panoptikum" 29. Juni – 30. September 2018 im Museum Folkwang

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Filmstudio Glückauf OmU/OV Roland Topor FSK18

Regie Federico Fellini
Besetzung Donald Sutherland, Tina Aumont, Cicely Brown, Carmen Scarpitta, Diane Kurys, Mary Marquet, Margaret Clementi
Länge 154 Minuten
Land / Jahr Italien 1976

Mehr Informationen unter:
www.museum-folkwang.de

Das polnische Wort topór bedeutet passenderweise Axt oder Beil. Mit scharfer Klinge hat Roland Topor zeitlebens als Zeichner, Illustrator oder Schrift steller oft mals derbe Hiebe in Bild und Wort ausgeteilt. Der vielseitige Künstler war den Abgründen des menschlichen Lebens auch im Film auf der Spur: Als Drehbuchautor bei Der Mieter, als Set-Designer für die berühmte Laterna Magica-Szene in Fellinis Casanova, als Schauspieler eines vampirhörigen Irren in Nosferatu oder als Zeichner für den Animationsfilm Le planète sauvage (Der wilde Planet). Die Auswahl vermittelt an vier Abenden einen repräsentativen Überblick zum filmischen Schaffen von Topor.

Mi. 05.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: Der Mieter
Regie: Roman Polanski, Frankreich 1976
Mi. 12.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: Fellinis Casanova
Regie: Federico Fellini, Italien 1976
Mi. 19.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: Nosferatu – Phantom der Nacht
Regie: Werner Herzog, Deutschland / Frankreich 1979
Mi. 26.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: La planète sauvage (Der wilde Planet)
Regie: René Laloux, Frankreich 1973

In Kooperation mit dem Museum Folkwang
Vorab bietet das Museum Folkwang jeweils um 16.30 Uhr einen kostenfreien Rundgang durch die Ausstellung Roland Topor. Panoptikum an.

 

Über den Film:
Episoden aus dem Leben Casanovas. In Venedig wird vor der Rialto-Brücke ein riesiger Frauenkopf aus dem Wasser gezogen. Casanovas nächtlicher Akt mit Maddalena wird heimlich beobachtet. Wegen schwarzer Magie verhaftet, entkommt er den Bleikammern Venedigs, erinnert sich an das Atelier der Stickerinnen. In Paris liebt er eine Marquise, flieht mit ihrem Gold und erzählt von der Liebe zur Französin Henriette. Er findet Zuflucht als Bibliothekar. Mit einer mechanischen Puppe tanzt er auf dem Eis den letzten Tanz.

Aus einer ursprünglichen Abneigung gegen den legendären Frauenheld und seine Memoiren entstanden, ist Fellinis Werk teils Selbstporträt des Künstlers, der den Planet Frau betrachtet, teils eine Reise ans Ende der Nacht, da Fellinis Casanova Lüsternheit ohne Leidenschaft, Akrobatik betreibt, ein trauriger Mensch ist. Bezeichnend ist der während der Akte angestellte vergoldete mechanisch kreisende Vogel, ein Metronom der Liebe. Teile des Films, der ein kommerzieller Misserfolg wurde, wurden noch vor der Premiere gestohlen.

Quelle: mediabiz.de

 

 

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