Nosferatu - Phantom der Nacht

19.09.201817:30 Uhr

Filmprogramm zur Ausstellung "Roland Topor. Panoptikum" 29. Juni – 30. September 2018 im Museum Folkwang

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Filmstudio Glückauf Roland Topor FSK16

Regie Werner Herzog
Besetzung Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, Jacques Dufilho, Roland Topor, Walter Ladengast
Länge 107 Minuten
Land / Jahr BRD, Frankreich 1978

Mehr Informationen unter:
www.museum-folkwang.de

Das polnische Wort topór bedeutet passenderweise Axt oder Beil. Mit scharfer Klinge hat Roland Topor zeitlebens als Zeichner, Illustrator oder Schrift steller oft mals derbe Hiebe in Bild und Wort ausgeteilt. Der vielseitige Künstler war den Abgründen des menschlichen Lebens auch im Film auf der Spur: Als Drehbuchautor bei Der Mieter, als Set-Designer für die berühmte Laterna Magica-Szene in Fellinis Casanova, als Schauspieler eines vampirhörigen Irren in Nosferatu oder als Zeichner für den Animationsfilm Le planète sauvage (Der wilde Planet). Die Auswahl vermittelt an vier Abenden einen repräsentativen Überblick zum filmischen Schaffen von Topor.

Mi. 05.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: Der Mieter
Regie: Roman Polanski, Frankreich 1976
Mi. 12.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: Fellinis Casanova
Regie: Federico Fellini, Italien 1976
Mi. 19.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: Nosferatu – Phantom der Nacht
Regie: Werner Herzog, Deutschland / Frankreich 1979
Mi. 26.09., 17.30 Uhr, Filmstudio: La planète sauvage (Der wilde Planet)
Regie: René Laloux, Frankreich 1973

In Kooperation mit dem Museum Folkwang
Vorab bietet das Museum Folkwang jeweils um 16.30 Uhr einen kostenfreien Rundgang durch die Ausstellung Roland Topor. Panoptikum an.

 

Über den Film:
Wismar, Biedermeierzeit. Jonathan Harker reist im Auftrag von Makler Renfield nach Transylvanien, um Graf Dracula ein Haus zu verkaufen. Im Schloss erkennt er, dass der Graf ein Vampir – Nosferatu – ist. Dracula schifft sich nach Weimer ein, Harkers Frau Lucy zu gewinnen. Als Harker in Wismar eintrifft, haben Draculas Ratten die Pest in die Stadt gebracht. Lucy opfert sich, indem sie Dracula bis zum Morgen hält. Er zerfällt. Lucys Opfer war umsonst. Jonathan ist infiziert, trägt als neuer Nosferatu den Vampirismus in die Welt.

Werner Herzogs Remake des Horrorfilms von Friedrich Wilhelm Murnau (1922) stellt einige Einstellungen detailliert nach, verändert aber den Tenor der Vorlage. Klaus Kinski als Nosferatu ist ein eleganter, einsamer, gehetzter, röchelnder, jammervoller und auf den Tod müder Vampirfürst, der endlich sterben will. In den Naturszenen und Bildern des Totentanzes in Wismar geht Herzog über Murnau hinaus. Isabelle Adjani ist ganz transparente Schönheit. Bundesfilmpreis 1979 für Klaus Kinski. Berlinale 1979: Silberner Bär für Ausstattung.

Quelle: mediabiz.de

 

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