Le Prince

54. WocheFSK6125 Min.

Inspiriert von der Lebensgeschichte ihrer Mutter und getragen von grandiosen Darsteller:innen erzählt die Regisseurin Lisa Bierwirth auf einfühlsame und beeindruckende Weise von einer außergewöhnlichen Liebe.

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Regie Lisa Bierwirth
Besetzung Ursula Strauss, Passi Balende, Victoria Trauttmansdorff, Nsumbo Tango Samuel, Àlex Brendemühl, Hanns Zischler
Länge 125 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2021
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Über „Le Prince“

Monika und Joseph leben beide in Frankfurt und kommen doch aus unterschiedlichen Welten. Als die Museumskuratorin und der kongolesische Geschäftsmann eine Beziehung eingehen, wird schnell klar, dass die Liebe, die sie empfinden, an ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen zu scheitern droht. Aus einer eindeutig weiblichen Perspektive (Regie, Schnitt, Kamera) erzählt dieser beeindruckende Film seine Geschichte, die trotz einer sich permanent steigernden Dramatik immer ihren unaufgeregt feinen Ton beibehält. Anstelle lauter Gesten erzählen Bierwirth und ihre Kamerafrau Jenny Lou Ziegel mit ruhigen Nahaufnahmen und langen Einstellungen. Die Gesichter der handelnden Personen sind immer im Fokus, und die reduzierten Dialoge lassen auch das Ungesagte auf intensive Weise für sich sprechen. Fremdheit und Intimität bestimmen das Verhältnis von Monika und Joseph, die sich von Beginn an zueinander hingezogen fühlen und als ebenbürtige Charaktere nicht nur ihre persönliche, sondern auch eine kulturelle Biografie mit sich tragen. Die unterschiedlichen Auffassungen von Beziehungen, der männliche Stolz, die sozialen Prägungen, das Rollenverständnis von Mann und Frau – all das sind Themen, die LE PRINCE mit verhandelt, ohne aber eines davon dominant erscheinen zu lassen. Die Konflikte der Figuren erscheinen echt, nachvollziehbar, persönlich, aber auch allgemeingültig. Getragen wird der Film von einer überragend spielenden Ursula Strauss, die ihre Rolle der Monika mit fragiler Finesse und in sich ruhender Kraft verkörpert – eine Kraft, in der ihr Passi Balende als Joseph in jedweder Hinsicht auf Augenhöhe begegnet und die den Film von innen heraus strahlen lässt.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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