CineScience: Serielle Realitäten im Film und im Fernsehen

Filmausschnitte & DiskussionFSK 18 (nicht geprüft)ca. 120 Min.

Ein Abend in der CineScience-Reihe "Darf's ein bisschen mehr sein?". Filmausschnitte und Diskussion mit Herbert Schwaab, Universität Regensburg

Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

Länge ca. 120 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2023
01.03.
Heute
02.03.
Sa
03.03.
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04.03.
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05.03.
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20.03.
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21.03.
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Über „CineScience: Serielle Realitäten im Film und im Fernsehen“

Serie kann industrielle Warenproduktion, Wiederholung und Redundanz bedeuten, womit häufig abwertend die Fernsehserie verbunden wurde. Serie bedeutet aber auch Realismus, wenn etwa Balzac in den Romanen der comédie humaine Netzwerke sozialer Interaktionen von Dingen und Menschen nachzeichnet oder dokumentarische Werke wie An American Family von 1973 in seriellen Langzeitstudien Orte, Menschen und Lebensformen sehr genau erkunden. Dieser Abend setzt sich in einem Alternieren zwischen filmischen und televisuellen Werken damit auseinander, ob die aktuelle Hegemonie des Seriellen auf so unterschiedlichen Feldern wie Soap Operas und Filme des Marvel Cinematic Universe, Doku-Serien und True Crime Formate des Reality TVs, dem Ultrarealismus der Filmszyklen von Rohmer und Linklater sowie melodramatische Quality TV Serien wie ER oder The Sopranos neue Perspektiven auf eine prekärer werdende Wirklichkeit eröffnen oder damit eher die Überschreibung der Wirklichkeit mit mechanischen Mitteln der Welterzeugung verbunden ist.

Herbert Schwaab ist Medienwissenschaftler aus Regensburg. Dissertation 2006 in Bochum mit einer film- und fernsehphilosophischen Arbeit. Lehrt, veröffentlicht und forscht unter anderem zu Fernsehserien, Autismuskultur, Fahrradmobilität und dem Anime.

Über die Cine Science Reihe „Darf’s ein bisschen mehr sein?“

Im Wintersemester 2023/24 wird sich die Reihe aus ganz unterschiedlichen Blickrichtungen dem KWI-Jahresthema „Mehr oder Weniger“ nähern und dabei den Rahmen denkbar weit spannen. Eine Herangehensweise ergibt sich aus der schieren Quantität. Denn wenn es ein Phänomen gibt, das seit zwanzig Jahren die Kino- und Serienlandschaft dominiert, dann sind es die wuchernden Franchises, Spin-offs, Sequels und Prequels, die Zuschauer binden sollen.

Aber auch ein thematischer Zugriff kommt in der Reihe zu seinem Recht, etwa wenn Filme sich mit der Schere zwischen Reichtum und Armut, Ausbeutungsstrukturen oder neuen und alten Formen von Prekarität auseinandersetzen. So schlägt sich das aus der Literatur bekannte Genre der Autosoziobiographie zunehmend auch auf der Leinwand nieder. Schließlich werden uns formale und formsprengende Probleme umtreiben: Für wieviel Wirklichkeit war eigentlich im sozialistischen Realismus der DDR-Filmkunst Platz? Dieser und anderen Fragen geht CineScience im kommenden Herbst und Winter unter dem Titel „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ auf den Grund.

Referent
Herbert Schwaab, Universität Regensburg

Leitung
Danilo Scholz, KWI
Armin Flender, KWI

Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

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