CineScience: Film, Arbeit und Künstliche Intelligenz

FSKNR120 Min.

Ein Abend in der CineScience-Reihe "Falsche Filme". Filmausschnitte und Diskussion mit Referentin Ariana Dongus, HFG Karlsruhe

www.kulturwissenschaften.de

Länge 120 Minuten
Land / Jahr 2023
31.01.
Heute
01.02.
Mi
02.02.
Do
03.02.
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So
20.02.
Mo

Über „CineScience: Film, Arbeit und Künstliche Intelligenz“

Die Filme Auge/Maschine I-III (2001-2003) von Harun Farocki reflektieren biometrische Bilder, die operativ, d.h. unmittelbar wirksam sind: Bilder, die als mathematisch-technische Operationen aktiv in einen Prozess eingebettet sind. Man könnte sagen, dass heute die Künstliche Intelligenz Bilder algorithmisiert, sprich operativ macht. Wessen Hände und wessen Auge Arbeit ist dieses Phänomen?

Die präzisen Beobachtungen Farocki’s sind unser Ausgangspunkt, um den technoutopistischen und populären Narrativen von KI eine differenzierte Analyse entgegenzustellen, die auch die Ökonomie menschlicher Arbeit mit in den Blick nimmt. Denn wer oder was ist hier eigentlich wirklich intelligent, und was muss verleugnet werden, um von KI sprechen zu können?

ARIANA DONGUS ist Forscherin auf dem Gebiet der kritischen künstlichen Intelligenz. Im Jahr 2021 wurde sie als „KI-Newcomerin“ vom Bundesministerium für Bildung und der Gesellschaft für Informatik ausgezeichnet. Indem sie die Überschneidung von Biometrie, kolonialer Vergangenheit, neuen Formen der Arbeit und maschineller „Intelligenz“ erforscht, trägt sie zu einer Kritik der heutigen digitalen Ökonomien bei. Sie hielt Workshops und Vorträge im In- und Ausland, z.B. für die Ars Electronica, die transmediale, den PACT Zollverein, die Hochschule der Künste Bern, das Shanghai Ming Contemporary Art Museum, die Ljubljana Biennale of Graphic Arts, das European Media Art Festival, das Haus der Kunst München oder das Goethe Institut Montreal.

Über die Reihe „Falsche Filme“

Das Phänomen im Titel unserer CineScience-Reihe kennen wir alle: Wenn das Licht im Kinosaal erlischt und die Projektion beginnt, kann es uns passieren, dass wir uns auf einmal im falschen Film wiederfinden. Filme können täuschen oder enttäuschen, aber auch beides zugleich: Sie können gefälscht sein, ohne dass wir es merken, aber sie können uns auch zeigen, wo wir im falschen Film sitzen und uns blenden lassen.

Filme als Augenwischerei, als Blendgranaten oder als Augenöffner und Aufklärung – diese Spannbreite wollen wir in unserer CineScience Reihe “Falsche Filme” erkunden: Vom Hollywoodkino bis zum politischen Lehrfilm; vom Essayfilm zum ethnographischen Film; vom Kunstfilm bis zur Mockumentary.

Referentin
Ariana Dongus, HFG Karlsruhe

Moderation
Stefan Höhne, KWI

LEITUNG
Stefan Höhne, KWI
Florian Fuchs, FU Berlin

Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

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