Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu liebe

KlassikerSatireFSK16102 Min.

Einer der größten Klassiker der Filmgeschichte: Mit einer aberwitzigen Geschichte vom Ausbruch des Dritten Weltkriegs thematisierte Stanley Kubrick die Angst vor der Atombombe. Ein unvergessliches, messerscharfes Vergnügen.

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Regie Stanley Kubrick
Besetzung Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Keenan Wynn
Länge 102 Minuten
Land / Jahr Großbritannien 1964
29.11.
Heute
30.11.
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Über „Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu liebe“

Der geistesgestörte US-General Jack D. Ripper verschanzt sich in seinem Luftwaffenstützpunkt und setzt die atomare Vernichtungsmaschinerie gegen Sowjetrußland in Gang. Der Präsident der USA ist vollkommen hilflos, der sowjetische Parteichef am anderen Ende des “heißen Drahts” wirkt leicht alkoholisiert, die “Falken” im Krisenstab des Weißen Hauses sehen dem Ernstfall eher gelassen entgegen. Als Ripper sich in einem Anfall von Schwermut das Leben nimmt und das Codewort zum Rückruf der Bomber endlich gefunden wird, ist es zu spät. Während der nukleare Gegenschlag anrollt, erscheint Dr. Seltsam aus der Versenkung: ein deutscher Wissenschaftler, der dem Pentagon seine makabren Überlebens- und Herrenmensch-Theorien darlegt, wobei sich sein Arm immer wieder zwanghaft zum Hitlergruß streckt.

Kubricks böse Atomkriegs-Satire zeigt die militärischen und politischen Umtriebe konsequent als Pandämonium des Irrsinns. Die groteske Stilisierung der Figuren und Schauplätze entlarvt das “Gleichgewicht des Schreckens” als labiles Konstrukt, das jederzeit durch banale Zufälle und menschliche Schwächen zum Albtraum werden kann. Einer der radikalsten, bittersten und treffsichersten Filme zum Thema.

Quelle: filmdienst

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