Ein Festtag

FSK tba110 Min.

Die Regisseurin Eva Husson erzählt in ihrer poetischen Verfilmung des Bestseller-Romans von Graham Swift vom Verlust und der nachhallenden Wirkung desselben. Es ist die Geschichte eines Dienstmädchens, das Schriftstellerin wird. Ein Film voller Melancholie, der mit großen Darstellungen gesegnet ist.

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Regie Eva Husson
Besetzung Odessa Young, Olivia Colman, Josh O'Connor, Colin Firth, Glenda Jackson, Ṣọpẹ Dìrísù
Länge 110 Minuten
Land / Jahr GB 2021
06.12.
Heute
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Über „Ein Festtag“

Jane (Odessa Young) ist seit Jahren Dienstmädchen im Haus der Nivens. Am Muttertag, als die Nivens auf ein Picknick gehen, hat sie frei. Waise, die sie ist, muss sie auch keine Mutter besuchen. Aber ihr Freund Paul (Josh O’Connor) hat sie zu sich nach Hause eingeladen. Er ist von hohem Stand, eine Verbindung zwischen ihnen darf niemals sein, doch nun sind seine Eltern auch auf dem Picknick der Nivens. Dort wird seine anstehende Vermählung mit Emma gefeiert. Doch das Schicksal meint es mit ihnen allen anders… Der Roman von Graham Swift bietet sich nicht unbedingt für eine Verfilmung an. Er lebt von der Introspektive der Hauptfigur, von ihrem Blick auf die Welt. Über weite Strecken geht es um die Gedanken der jungen Frau, die nackt durchs Haus streift, nachdem Paul gegangen ist, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Das ist auch das Zentrum des Films, eine Art erzählerischer Limbus, in dem sie beobachtet, was in einer anderen Welt ihres sein könnte, was ihr aber immer verwehrt bleiben wird. Weil im England des Jahres 1924 jeder in seiner Rolle gefangen ist. Der Stand definiert, wer man ist, und man wird niemals etwas anderes sein. Die Liebe von Jane und Paul, so sie von seiner Seite aus überhaupt eine ist, wird niemals öffentlich ausgelebt werden können. In prägnanten Momenten zeichnet der Film aber nicht nur ein Bildnis ihrer beider Leben, sondern auch das der Menschen in ihrem Umfeld, die auch allesamt gefangen sind, unfähig, sich über Konventionen und Traditionen hinwegzusetzen.

Quelle: Programmkino.de

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