Alles ist gut gegangen

34. WocheFSK12109 Min.

François Ozon legt in 24 Jahren seinen 22. Film vor und in bester Ozon-Tradition ist auch dieses Drama wieder etwas völlig anderes, als der Film davor. „Alles ist gut gegangen" ist die Verfilmung des autobiographisch geprägten Romans von Emmanuéle Bernheim, die mit Ozon ziemlich zu Beginn seiner Karriere an den Drehbüchern von drei seiner Filme - „Unter dem Sand", „Swimming Pool" , „5x2" - gearbeitet hatte.

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Regie François Ozon
Besetzung Sophie Marceau, André Dussollier, Géraldine Pailhas, Hanna Schygulla,
Länge 109 Minuten
Land / Jahr Frankreich 2021
04.12.
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Über „Alles ist gut gegangen“

Der 85-jährige Vater der Schwestern Emmanuéle und Pascale, gespielt von den wunderbaren Sophie Marceau und Géraldine Pailhas, erleidet einen schweren Schlaganfall, wird zum Pflegefall. Tatsächlich folgt man der so zurückhaltend erzählten Geschichte zunächst nur deshalb so bereitwillig, weil man weiß, dass es sich um einen Film von François Ozon handelt und bisher noch jede Regiearbeit von ihm sehenswert war. Das ist auch hier wieder der Fall: Als es dem Vater wieder besser geht, fleht er seine ältere Tochter Emmanuéle an, ihm dabei zu helfen, sein Leben zu beenden. Sterbehilfe ist in Frankreich verboten, also findet die mit beiden Beinen fest im Leben stehende Frau, die eine komplizierte Beziehung zu ihrem Vater hat, nach anfänglichem Zögern eine legale Möglichkeit in der Schweiz, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden. Jetzt wird der Film interessant und immer wieder verblüffend überraschend. Ein offenes Geheimnis aus dem Leben des Vaters lässt das Publikum den von André Dussollier sensationell gespielten Patriarchen mit ganz anderen Augen sehen.

Anders als andere Filme über das Sterben wird “Tout s’est bien passé” nicht dramatischer und ernster, je näher der selbstgewählte Todestermin rückt. Im Gegenteil: Er wird immer leichter, vergnügter, beschwingter, wie beschwipst oder high, fast albern und lustig. Es macht Spaß zuzusehen. Das ist die Kunst von Ozon. Sein Feiern des Lebens ist hier keine sakrale Angelegenheit, mit Himmelschören und tiefen Blicken. Sondern durcheinander, chaotisch, improsiviert und auf ganz merkwürdige Weise erhebend. Wie schön, dass man in diesem Film, der auch ganz zart und bewegend eine schöne Geschichte über die unerschütterliche Solidarität zweier Schwestern erzählt, nicht weinen muss, sondern lachen darf.

Quelle: Blickpunkt: Film

 

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