Schwesterlein

DramaFSK12101 Min.

Mit SCHWESTERLEIN ist den Schweizer Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond ein aufwühlendes Drama gelungen, das sich voll und ganz auf seine überragenden Hauptdarsteller verlassen kann: Nina Hoss und Lars Eidinger verkörpern das innige Geschwisterpaar voller Glaubwürdigkeit und leidenschaftlicher Intensität. Eine berührende Liebeserklärung an die Kunst und die belebende Kraft der Kreativität.

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Regie Stéphanie Chuat, Véronique Reymond
Besetzung Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier
Länge 101 Minuten
Land / Jahr Schweiz 2020

Über „Schwesterlein“

Lisa war mal eine brillante Bühnenautorin, seitdem ihr Zwillingsbruder Sven jedoch an einer aggressiven Leukämie erkrankt ist, schreibt sie nicht mehr. Sie lebt mit ihrer Familie in der Schweiz, möchte aber eigentlich nach Berlin zurück. Ihr Mann sieht das anders: Ihnen geht es in der Schweiz besser. Das führt zu Spannungen in einer Ehe, die ohnehin schon angespannt ist. Denn Lisa denkt fast nur noch an ihren Bruder, ihren Seelenverwandten, den sie nicht sterben lassen will. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn zu retten – und vielleicht auch sich selbst. Sieht sie in ihm doch ihre tiefsten Sehnsüchte gespiegelt. Wie Lars Eidinger und Nina Hoss das spielen, ist beeindruckend. Hier hat man zwei Schauspieler, die die Seelenverwandtschaft ihrer Figuren perfekt auf den Punkt bringen. Das potenziert den Schmerz – den des Scheidenden und den derjenigen, die zurückbleibt.

Stéphanie Chuat und Véronique Reymond haben mit ihrem Film ein zurückhaltendes, aber kraftvolles Drama abgeliefert, in dem es nicht nur um das Sterben eines Menschen geht. Mehr noch geht es um das, was einem am Leben erhält – zumindest, was den Geist betrifft.

Quelle: Programmkino.de

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