CineScience: Wohnen als großes Kino

Filmausschnitte & Diskussionca. 120 Min.

Ein Abend in der CineScience Reihe "Architektur + Film"
Moderation: Annette Geiger, HFK Bremen

www.kulturwissenschaften.de

Länge ca. 120 Minuten
Land / Jahr 2022
04.12.
Heute
05.12.
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06.12.
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08.12.
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24.12.
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Über „CineScience: Wohnen als großes Kino“

Das Haus sei ein „Abdruck seines Bewohners“, hielt Walter Benjamin einst fest, was für eine möglichst individuelle Ausgestaltung der Wohnung spricht. Doch ist genau dies in den Masterplänen der Architektur, vom funktional optimierten Grundriss zur visionären Idealstadt, nicht vorgesehen. Der Mensch, so karikiert es Jacques Tati ebenso heiter wie treffend, möchte aus gesellschaftlichen Gründen kein individueller Bewohner seines Hauses sein, sondern macht sich freiwillig zum Abziehbild eines Masterplans an Design-Perfektion. Die postmoderne Gestaltung empfahl gegen übergriffige Architekturen ein gänzlich anderes Entwurfsprinzip: eine gewachsene Architektur ohne Architekten, als gelebte, ‚gebastelte‘ Populärkultur des Wohnens. Was wir heute noch von Jacques Tati, Federico Fellini und anderen zum guten Bewohnen von Häusern und Städten lernen können, fragt sich die Designtheoretikerin und -historikerin Annette Geiger.

Über die Reihe: 

Das Kino ist ein guter Ort, um der Sehnsucht nach dem Leben anderer Menschen nachzugehen. In Autos, Gebäuden, auf der Straße oder in sich selbst können diese Menschen wohnen. Die „vier Wände“ sind dabei nicht nur in der Ausstattung entscheidend: Architektur im Film kann – von den monumentalen Kollektivbauten in Science-Fiction Filmen bis in unterirdische Maulwurfsgänge – die Bedingungen ihrer filmischen Darstellbarkeit transparent machen. Welche Räume stehen dem Film zur Verfügung und wie werden sie ästhetisch und erzählerisch genutzt, fragen sich Wissenschaftler*innen des KWI und ihre Gäste. Anhand ausgewählter Filmausschnitte werden diese Fragen auch mit dem Publikum diskutiert.

Die CineScience-Abende sind Teil des Semesterthemas „Wohnen – zwischen Obdach und Design“. Im Sommersemester 2022 erforscht das KWI in vielfältigen Formaten mit Gästen und mit Beiträgen aus eigenen Reihen diverse Phänomene des Wohnens, Obdachsuchens und Gestaltens – zwischen Geschäftsmodellen und Geschmacksformationen.

MODERATION
Annette Geiger, HFK Bremen

LEITUNG
Armin Flender, KWI-Geschäftsführer
Anja Schürmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am KWI

VERANSTALTUNG
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit dem Filmstudio Glückauf

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