Parasite

8. WocheThrillerFSK16132 Min.

Die ebenso lustige wie bitterböse Genremischung wurde bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet

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Regie Bong Joon-ho
Besetzung Song Kang-ho, Lee Sun-kyun, Jo Yeo-jeong, Choi Woo-sik, Park So-dam, Jang Hye-jin
Länge 132 Minuten
Land / Jahr Südkorea 2019
09.12.
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Über „Parasite“

„Bongs virtuose Erzählweise und seine Kunst, mit im Grunde ganz klassischen Mitteln des Films, Spannung und Komik zu erzeugen, ist pures Kinovergnügen, für die Augen und das Hirn.” Die Zeit

„Eine brillant inszenierte, ebenso saulustige wie bitterböse Tragikomödie mit einer gewaltigen sozialen Sprengkraft.” Filmstarts.de

Der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho ist für seine gesellschaftskritischen Filme bekannt – egal ob es sich dabei um ein Monstermovie („The Host“), einen Sci-Fi-Actioner („Snowpiercer“) oder ein Fantasyabenteuer („Okja“) dreht. Oder um einen tragikomischen Thriller wie „Parasite“, für den Bong Joon-ho bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet wurde. Er handelt von zwei Familien, deren Leben unterschiedlicher kaum sein könnten. Den wohlhabenden Parks, die in einem todschicken Haus in einem der Nobelviertel auf den Hügeln der Millionenmetropole Seoul wohnen, und den verarmten Kims, die in einer verwanzten Kellerwohnung hausen und gegen miese Bezahlung Pizzakartons falten, um irgendwie über die Runden zu kommen. Das ändert sich, als Ki-woo (Choi Woo-sik), der Sohn der Kims, einen Job als Nachhilfelehrer für Da-hye (Jung Ji-so), die Tochter der Parks, annimmt. Er soll nicht das einzige Mitglied seiner Familie bleiben, das bald in deren Luxusvilla ein und aus geht. Mithilfe findiger Tricksereien schleichen sich die Kims in die höhere Gesellschaft. Vater, Mutter, Tochter, Sohn – die Parks sind das kapitalistische Spiegelbild der Kims. Während der Starkregen in Hanglage den Dreck aus der Luft filtert, spült er in den Niederungen der Stadt den Dreck aus jeder Ritze des überfluteten Kellers. Oben wird ins Klo gebrochen, unten spritzen die Fäkalien aus der Toilette: nur ein Beispiel für die brillante visuelle Sprache von Regisseur Bong Joon-ho und seinem Kameramann Hong Kyung-pyo („Burning“), der die Eskalation des Geschehens in ruhigen, vor Reinheit glänzenden Bildern in Szene setzt. „Parasite“ ist bissig und tragisch, komisch und brutal – ein intelligenter Film voller überraschender Wendungen, bei dem einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt. Er verbindet Thriller und Sozialdrama auf satirische Weise und zeichnet ein Sittengemälde mit vielen Graustufen.

Quelle: Cinema

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