Miles Davis: Birth of the Cool

3. WocheDokumentarfilmFSK0115 Min.

Kaum ein Musiker des 20. Jahrhunderts war auch über sein Genre so einflussreich wie der Jazz-Trompeter Miles Davis. Wie seine Versuche, die Grenzen des Jazz zu überwinden, spätere Generationen beeinflusste, ist einer der vielen Aspekte von Stanley Nelsons im Ansatz zwar klassisch-konservativer, durch das zusammengetragene Material aber dennoch herausragender Dokumentation.

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Regie Stanley Nelson
Länge 115 Minuten
Land / Jahr USA 2019
OmU
Mi. 22.01. um 17:30 Uhr
OmU
Do. 23.01. um 20:45 Uhr
OmU
Fr. 24.01. um 20:45 Uhr
OmU
Sa. 25.01. um 20:45 Uhr
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So. 26.01. um 20:45 Uhr
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Mo. 27.01. um 20:45 Uhr
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Di. 28.01. um 20:45 Uhr
OmU
Mi. 29.01. um 20:45 Uhr
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Heute
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01.02.
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Über „Miles Davis: Birth of the Cool“

Er gehörte zu den größten Jazz-Musikern des 20. Jahrhunderts – aber auch zu den widersprüchlichsten und tragischsten. Mit seinem legendären Album „Birth of the Cool“ wurde Miles Davis 1957 zu einem Vorreiter des Cool Jazz. Später experimentierte er mit anderen Musikstilen und stellte kontinuierlich Genregrenzen in Frage, um etwas völlig Neues zu schaffen. Mit seinen über 100 Alben inspirierte er zahllose Kollegen, und tut es bis heute. Doch der faszinierenden Ausnahmekünstler gab sich auch Exzessen hin und offenbarte einige seelische Abgründe.

Unvermeidlicherweise rasant bewegt sich Stanley Nelson durch das bewegte Leben seines Subjekts, doch Nelson, der sich mit Filmen über unterschiedlichste Aspekte der afroamerikanischen Kultur einen Namen gemacht hat, versteht es, Akzente zu setzen, im richtigen Moment innezuhalten, so dass sein selbst mit 115 Minuten viel zu kurz wirkender Film nie wie ein bloßes Abhaken wirft. Wegbegleiter wie Herbie Hancock oder Quincy Jones, zeitgenössische Musiker wie Santana oder Flea, Liebschaften wie Juliette Gréco oder Frances Taylor kommen zu Wort, dazu hat Nelson viel, auch kaum bekanntes Archivmaterial zusammengetragen und zu einer mitreißenden Collage zusammengefügt. Nichts wird ausgelassen, auch die dunklen Aspekte von Davis Charakter, seine Süchte, die oft zu Gewalt gegen seine Frauen führte. Als Einführung in Leben und Kunst von Miles Davis ist Stanley Nelsons „Miles Davis: Birth of the Cool“ uneingeschränkt zu empfehlen, aber auch Kenner eines der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts werden viel Neues entdecken können. So intensiv lebte Miles Davis, dass sein Leben und seine Karriere nicht so schnell zu Ende erzählt sein werden. Und seine Musik ist ohnehin unsterblich.

Quelle: Programmkino.de

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