Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

1. WocheDramaFSK12100 Min.

Eine bitterböse Abrechnung mit dem Patriarchat und ein kraftvolles Plädoyer für ein wenig mehr Widerspenstigkeit.

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Regie Teona Strugar Mitevska
Besetzung Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Simeon Moni Damevski, Suad Begovski, Stefan Vujisič, Violeta Shapkovska, Xhevdet Jashari
Länge 100 Minuten
Land / Jahr Nordmazedonien, Belgien, Slowenien, Kroatien, Frankreich 2019
Do. 14.11. um 18:00 Uhr
Fr. 15.11. um 18:00 Uhr
Sa. 16.11. um 18:00 Uhr
So. 17.11. um 18:00 Uhr
Mo. 18.11. um 18:00 Uhr
OmU
Di. 19.11. um 18:00 Uhr
Mi. 20.11. um 18:00 Uhr
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Heute
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Di
27.11.
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Über „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“

“In einem der stärksten Filme der letzten Berlinale variiert Teona Strugar Mitevska die Muster des religionskritischen Kinos aus Osteuropa. Sie nimmt als Ausgangspunkt eine Episode, die sich auf dem Balkan, in Nordmazedonien zugetragen hat, und entwickelt sie zu einem satirischen Film über Religion, Machismo und die Rolle der Frau.” Programmkino.de

„Sag ihnen, du bist 24!“, rät die Mutter, als ihre Tochter wieder einmal zu einem Vorstellungsgespräch geht. Doch Petrunija ist 31 und hat dazu noch eine Wissenschaft studiert, die in Mazedonien niemand braucht: Geschichte. So sitzt sie vor dem potenziellen Arbeitgeber, einem Fabrikbesitzer, der von oben herab auf ihr geblümtes Kleid schaut und sie nicht ernst nimmt. Auf dem Heimweg – den Job hat sie natürlich nicht bekommen – springt Petrunija ins kalte Wasser. Es ist Dreikönigstag, und wie jedes Jahr tauchen die jungen Männer der Stadt nach dem heiligen Kreuz, das der Priester in den eisigen Fluss wirft. Doch diesmal ist Petrunija die schnellste und hält die Trophäe in die TV-Kameras. Sie wird das Kreuz verteidigen, einen Tag und eine Nacht lang, begleitet von öffentlichem Furor und gegen die geballte Männerwelt.
Teona Strugar Mitevska präsentiert eine Satire zwischen Zorn und Melancholie, die nach dem Stand demokratischer Veränderungen in der mazedonischen Gesellschaft fragt und den Vertretern von Kirche, Justiz und Medien ein kritisches Zeugnis ausstellt. Die Sympathie des Films gehört der entschlossenen Frau, die sich gegen archaische Traditionen und lähmenden Opportunismus behauptet.

Quelle: Berlinale.de

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