Für Sama

4. WocheDokumentarfilmFSK1695 Min.

Ein intimer, persönlicher und zutiefst ergreifender Film über den syrischen Bürgerkrieg aus der Sicht einer jungen Frau und Mutter.

Mehrsprachige Originalfassung mit Untertiteln

Nominiert für den OSCAR 2020 als Bester Dokumentarfilm & ausgezeichnet mit 4 BAFTAs 2020 (Best Documentary, Best Film Not In The English Language, Outstanding British Film, Outstanding Debut By A British Writer, Director Or Producer)

filmperlen.com

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Regie Waad Al-Khateab, Edward Watts
Länge 95 Minuten
Land / Jahr Großbritannien 2019
28.03.
Heute
29.03.
So
30.03.
Mo
31.03.
Di
01.04.
Mi
02.04.
Do
03.04.
Fr
04.04.
Sa
05.04.
So
06.04.
Mo
07.04.
Di
08.04.
Mi
09.04.
Do
10.04.
Fr

Über „Für Sama“

Als Waad Al-Kateab und ihr Mann Hamza mit ihrer kleinen Tochter Sama die Stadt Aleppo in Syrien verlassen, liegen hinter ihnen fünf Jahre, in denen sie mitansehen mussten, wie ihre Heimat von syrischen Truppen besetzt wurde, wie Menschen verfolgt und getötet werden. Fünf Jahre, in denen Hamza unter den schwierigsten Umständen versucht, als Arzt fast im Alleingang ein Krankenhaus am Leben zu erhalten. Und Waad alles auf Video festhält, was in Aleppo geschieht. Zunächst tut sie es, weil sie es als angehende Journalistin für ihre Pflicht hält. Nachdem Sama aber geboren wurde, tut sie es für sie. Um ihr zu erklären, warum es für sie so wichtig war, ohne Unterlass für ihre Heimat zu kämpfen. Waad Al-Kateab hat schon während der Belagerung ihr Videomaterial dem britischen Fernsehsender Channel 4 zur Verfügung gestellt und es nun gemeinsam mit dem Co-Regisseur Edward Watts aufbereitet – entstanden ist ein beeindruckendes Videotagebuch, das fesselt und erschüttert. Denn Waad Al-Kateab hält mit radikalem Mut alles fest, was um sie herum geschieht. Dazu gehören Szenen des Leids, des Sterbens und der Verzweiflung aufgrund einer aussichtslosen Lage.
Doch ebenso sieht man Momente der Hoffnung, des Lachens, des Zusammenhalts. Und wenn die beste Freundin von Waad von ihrem Mann eine Khaki geschenkt bekommt, was in Zeiten der Belagerung, wo frisches Obst und Gemüse fehlen, ein Ding der Unmöglichkeit ist, dann spürt man, dass die fast kindliche Freude sich wie ein Sonnenstrahl in der ganzen Umgebung verbreitet. Und wenn man als Zuschauer wieder und wieder den Bombenalarm zu hören bekommt, der für Waad und Hamza bereits Alltag ist, dann begreift man, wieviel Mut diese Frau aufbringen muss, um die Zeitdokumente für die Außenwelt festzuhalten.

Klar und konsequent folgt der Film der Erzählung der jungen Frau und ihrer Familie. Auf diese Weise hebt sich FÜR SAMA als Erlebnisbericht und Videotagebuch klar von einem klassischen Dokumentarfilm ab und strebt auch genau diese Wirkung an. Denn auf diese Weise macht der Film, sofern das überhaupt möglich ist, auf erschütternde Weise das Leben im Krieg und in der Belagerung greifbar. Mit all dem Grauen, aber auch all der Menschlichkeit. Und so stehen am Ende die Hoffnung und das Versprechen, eines Tages in die Heimat zurückzukehren. FÜR SAMA ist ein ergreifendes filmisches Zeitdokument.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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