Was uns nicht umbringt

1. WocheDramaFSK6129 Min.

Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Nettelbeck lässt den Therapeuten ihres Erfolgsfilms "Bella Matha" in seinem Kosmos von neurotischen Patienten, familiären und amourösen Verstrickungen wieder aufleben. "Was uns nicht umbringt" erzählt mit melancholischer Heiterkeit von Sinnkrisen und Herzensangelegenheiten in der Mitte des Lebens.

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Regie Sandra Nettelbeck
Besetzung August Zirner, Barbara Auer, Christian Berkel, Deborah Kaumann, Bjarne Mädel
Länge 129 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2018
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Über „Was uns nicht umbringt“

„Ein weiterer kleiner Geniestreich.” Programmkino.de

„Ein feinfühliges Werk.” NZZ

„Eine melancholische Komödie mit leisem Humor.” Berliner Zeitung

Vor 17 Jahren machte die Regisseurin und Autorin Sandra Nettelbeck mit der Tragikomödie „Bella Martha“ ein großes Publikum und die Kritiker auf sich aufmerksam. Schon damals spiel­te August Zirner („Wackersdorf“) den Therapeuten, wie in Nettelbecks neuem Werk „Was uns nicht umbringt“. Als Maximilian steht er im Zentrum des Ensemblefilms. Die Praxis eines Psychotherapeuten eignet sich schließlich gut, um die Leben unterschiedlicher Menschen, die in einer Sinnkrise stecken, zusammenzuführen. Selbst der Therapeut hat eine Krise. Ex-Frau Loretta (Barbara Auer), zugleich seine beste Freundin, liebt er noch immer. Sie studiert wieder und lässt sich auf ein Verhältnis mit ihrem jüngeren Dozenten (David Rott) ein. Maximilian holt sich einen Hund aus dem Tierheim, der allerdings lieber mit einem depressiven Patien­ten (Mark Waschke) Gassi geht. Mit der spielsüchtigen Sophie (Johanna ter Steege) läuft es besser. Sie kommt zwar ständig zu spät zu ihren Terminen, aber das ist irgendwann egal: Maximilian verliebt sich in sie. Was er nicht darf. Das alles klingt vielleicht nach ge­wollter Tristesse und Befindlichkeits­fixierung, gar nach einer Nabelschau gut situierter Großstädter knapp jenseits der Midlife-Crisis. Doch dahinter steckt mehr. Durch die episodenhafte Erzählung entwirft Sandra Nettelbeck ein Panorama des Lebens. Zu dem eben auch der Verlust und das Verlassenwerden gehören. Oder das Gefühl, zu lieben und nicht geliebt zu werden. Manchmal droht die überbordende Melancholie die Figuren zu erdrücken. Die komische Seite des Films, geprägt von leisem, häufig morbidem Witz, bewahrt ihn letztlich davor, das gute Ensemble, zu dem auch Jenny ­Schily, Deborah Kaufmann, Bjarne Mädel (siehe auch das Interview auf Seite 66) und Christian Berkel zählen, macht sich aber über nichts und niemanden lustig. Auch nicht über die Hoffnung.

 

Quelle: Cinema

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