Vom Lokführer, der die Liebe suchte...

11. WocheFSK690 Min.

Eine märchenhafte Komödie ohne Dialoge von Veit Helmer ("Tuvalu")

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Regie Veit Helmer
Besetzung Chulpan Khamatova, Miki Manojlovi?, Paz Vega
Länge 90 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2018
20.05.
Heute
21.05.
Di
22.05.
Mi
23.05.
Do
24.05.
Fr
25.05.
Sa
26.05.
So
27.05.
Mo
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Di
29.05.
Mi
30.05.
Do
31.05.
Fr
01.06.
Sa
02.06.
So

Über „Vom Lokführer, der die Liebe suchte...“

„Melancholisches Kino, das durch seine Schauplätze verzaubert.” Cinema

Der Lokführer Nurlan (Miki Manojlovic) steht kurz vor der Pensionierung. Ein paar Mal noch die Lok durch die schmalen Gassen des aserbaidschanischen Dorfes steuern, in dem er lebt, dann kann er seinen Lebensabend genießen. Allerdings allein, denn Nurlan findet keine Frau. Doch bei seiner letzten Fahrt geschieht etwas Merkwürdiges: Bei der Fahrt durch die Gassen, wo die Menschen ihre Wäsche über der Bahnlinie aufgespannt haben, oft auf den Gleisen sitzen und erst im letzten Moment zur Seite springen, wenn der Zug vorbeirauscht, verfängt sich ein Büstenhalter an der Lok. Er gehört einer unbekannten Frau, die Nurlan einmal schemenhaft gesehen hat, als sein Zug an ihrem Fenster vorbeifuhr. Doch wie Frau und Büstenhalter zusammenbringen? Kurzentschlossen mietet sich Nurlan im Hotel des Vororts ein und macht sich auf die Suche. Mit Hilfe eines kleinen Waisenjungen (Ismail Qulzade) ersinnt er immer neue Methoden, um die lokalen Frauen dazu zu bringen, seinen Büstenhalter anzuprobieren. Doch er will nie passen und langsam verliert Nurlan die Hoffnung. Statt die Liebe zu finden, droht ihm stattdessen Prügel von den Ehemännern der Frauen. Helmer verzichtet vollständig auf Dialoge, bedient sich stattdessen eines ausgefeilten Sounddesigns und vor allem der Mimik seine Darsteller. Ideal besetzt wirkt vor allem der aus etlichen Filmen Emir Kusturicas bekannte Miki Manojlovic, dazu der Franzose Denis Lavant als angehender Lokführer und zahlreiche internationale Schauspielerinnen. In satten Farben hat Helmer gedreht, teilweise bewusst Beleuchtungsfehler und Laufstreifen eingebaut, die das digitale Material wirken lassen wie altes, analoges Filmmaterial. Ein zeitloser visueller Stil entsteht dadurch, der ideal zum erzählerischen Ansatz passt, der nicht ganz Stummfilm ist, aber auch kein normaler Dialogfilm.

Quelle: Programmkino.de

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