Goliath96

2. WocheDramaFSK12109 Min.

Ein gesellschaftlich hochaktuelles Mutter-Sohn-Drama, das bis zum Ende seine Spannung und Atmosphäre halten kann.

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Regie Marcus Richardt
Besetzung Katja Riemann, Nils Rovira-Munoz, Elisa Schlott, Jasmin Tabatabai
Länge 109 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2018
24.04.
Heute
25.04.
Do
26.04.
Fr
27.04.
Sa
28.04.
So
29.04.
Mo
30.04.
Di
01.05.
Mi
02.05.
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Fr
04.05.
Sa
05.05.
So
06.05.
Mo
07.05.
Di

Über „Goliath96“

„Ein klug erzähltes Mutter-Sohn-Drama.” Kino-Zeit.de

„Der thematisch brisante, hochaktuelle Mix aus Kammerspiel und Mutter-Sohn-Drama wirft wichtige gesellschaftliche Fragen auf und besticht durch seine beachtenswerten Darstellerleistungen.” Programmkino.de

Seit zwei Jahren versteckt sich David in seinem Zimmer. Der junge Mann hat den Kontakt zur Welt abgebrochen, seine einzige Verbindung nach außen ist das Internet. Auf die verzweifelten Versuche seiner Mutter Kristin, ein Gespräch durch die geschlossene Tür zu führen, reagiert er nicht. Kristin ist verzweifelt. Als sie aber durch einen Zufall erfährt, dass David sich als „Goliath96” in einem Drachenbau-Forum im Netz angemeldet hat, sieht sie eine Chance, so den Kontakt zu ihrem Sohn wiederherstellen zu können. Sie meldet sich im Forum an, als „cinderella97”. Und es klappt. Doch je vertrauter die Gespräche der beiden im Netz werden, desto weniger scheint Kristin die Situation unter Kontrolle zu haben. Denn Goliath verliebt sich. Und zwar in Cinderella. Für seinen Film „Goliath96” nutzt Regisseur Marcus Richardt das Phänomen des „Hikikomori”. Dieses Phänomen bezeichnet Menschen, die den Kontakt zur Gesellschaft entweder ganz abbrechen oder ihn auf das Nötigste beschränken. Der Film wählt die Perspektive einer alleinerziehenden Mutter, um sich dem Phänomen auf berührende und menschlich nachvollziehbare Weise zu nähern. Konsequent zeigt daher der Film auch zu Beginn nur sie, ihren Alltag und ihre Welt. Katja Riemann spielt Kristin als nach außen hin gefasst wirkende Frau, die unabhängig ihr Leben lebt, aber von der Verzweiflung, ihren Sohn verloren zu haben, und der Erinnerung an ein früher so enges Verhältnis, fast niedergerungen wird. Wie Kristin sich in eben jener Verzweiflung zu einem solchen Schritt wie dem Angeben einer falschen Identität im Netz hinreißen lässt, ist ein interessanter und starker Twist der Geschichte und bleibt durch das intensive Spiel Riemanns nachvollziehbar. Dass im zweiten Teil des Films auch die Geschichte des Sohnes erzählt wird, erhöht die Komplexität der geschickt gebauten Geschichte.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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