Gelobt sei Gott

12. WocheDramaFSK6138 Min.

Francois Ozons neuer Film ist ein stark recherchiertes, betont sachliches und gerade deshalb so aufrüttelndes Opfer-Plädoyer

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Regie François Ozon
Besetzung Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud, Éric Caravaca, Bernard Verley, Josiane Balasko
Länge 138 Minuten
Land / Jahr Frankreich 2018
15.12.
Heute
16.12.
Mo
17.12.
Di
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Über „Gelobt sei Gott“

Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019.

„Der Film entwickelt nach einer Weile einen richtigen Sog.” RBB Kulturradio

„François Ozon hat einen intensiven und bewegenden Film geschaffen und auf alle reißerischen Töne verzichtet. Ein trotz des brisanten Themas unaufgeregter Film.” RBB Berlinale Studio

„Stark und aufwühlend” Berliner Morgenpost

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages entdeckt er durch Zufall, dass der Priester, der ihn während seiner Zeit als Pfadfinder missbraucht hat, noch immer mit Jugendlichen arbeitet. Lange verdrängte Erinnerungen werden wach. Verstört und couragiert beschließt Alexandre, endlich gegen den Mann vorzugehen. Er sucht nach weiteren Opfern des in seinem Amt angesehenen Geistlichen und findet sie in François und Emmanuel. Doch jeder der drei Männer kämpft auf unterschiedliche Weise mit sich selbst. Und jeder muss mit den Schatten seiner Vergangenheit ringen, um die weitreichenden Konsequenzen dieses Prozesses zu verkraften. Die Gründung der Selbsthilfeorganisation „La Parole Libérée“ (Das befreite Wort) ist nur ein erster Schritt. Basierend auf dem Fall von Pater Bernard Preynat, der 2016 wegen sexueller Übergriffe auf rund 70 Jungen angeklagt wurde, porträtiert François Ozon die Opfer als erwachsene Männer und zeigt ihre lebenslangen Verletzungen. Zugleich polemisiert der Film gegen das Schweigen der Kirche zur Pädophilie und fragt nach ihrer Mitschuld. Seit Januar 2019 muss sich diesbezüglich Kardinal Philippe Barbarin wegen „Nichtanzeige“ vor Gericht verantworten.

Quelle: Berlinale.de

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