Dogman

9. WocheFSK1699 Min.

Regisseur Matteo Garrone ("Gomorrha") erzählt die universelle Geschichte von einem guten Mann, der dem Bösen verfällt.

Website zum Film
www.dogman-film.de

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Regie Matteo Garrone
Besetzung Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Alida Baldari Calabria, Nunzia Schiano, Adamo Dionisi, Francesco Acquaroli
Länge 99 Minuten
Land / Jahr Italien 2018

Über „Dogman“

„Ein intensives Seherlebnis, das das Publikum zu fesseln versteht.” The Hollywood Reporter

„Eine bittere wie brillante Gesellschaftsparabel” NZZ

„Technisch wie inhaltlich unheimlich gut … Ein Film von außerordentlicher Stärke” The Guardian

Marcello (Marcello Fonte) könnte kaum harmloser sein: Mit seinen hängenden Augenlidern, dem schiefen, stets unsicher lächelnden Mund und seiner fast kleinwüchsigen Gestalt, wirkt er in dem kargen, heruntergekommen Viertel einer süditalienischen Ortschaft erst recht wie ein Fremdkörper. In einem kleinen Laden hat sich Marcello eine ordentliche Existenz aufgebaut, betreibt einen Hundesalon, in dem er die Vierbeiner des Viertels – vom Pudel bis zum Kampfhund – wäscht und frisiert. Nebenbei verkauft er aber auch Koks, wie es dazu kam ist ein Rätsel, vielleicht hat Marcello damit begonnen, um den berüchtigten, grobschlächtigen Simoncino (Edoardo Pesce) mit der Droge zu versorgen. Denn so brutal der Schläger oft auch agiert: Marcello will sein Freund sein, was allerdings vor allem dazu führt, dass er sich von Simoncino herumschubsen lässt. Dessen Verhalten stößt sämtlichen Bewohnern des Viertels sauer auf, doch was will man machen? Zur Polizei kann und vor allem will man nicht gehen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen wäre eine Möglichkeit, doch dazu fehlt den Spielhallen-, Bar und Schmuckgeschäft- Besitzern dann doch der Mut. Irgendwann wird sich die Sache von selbst erledigen sagt einer von ihnen und soll auf unerwartete Weise recht behalten. Denn nachdem Marcello wegen eines von Simoncino verübten Einbruchs, den er aus Angst und Naivität auf sich nimmt, ein Jahr im Gefängnis war, will er nicht länger Spielball des Schlägers sein. Für seine berührende Darstellung wurde Marcello Fonte in Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet, völlig zurecht, ist er es doch, der Matteo Garrones Film Leben einhaucht. Eine viel kleinere Geschichte als in seinem brillanten Mafia-Drama „Gomorrah“ erzählt Garrone diesmal, beschränkt sich in den kaum 100 Minuten Dauer von „Dogman“ ganz auf eine Figur, der er in einer Weise nahe zu kommen sucht, die an den italienischen Neorealismus erinnert.

Quelle: Programmkino.de

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