Colette

DramaFSK6112 Min.

Keira Knightley in Wash Westmorelands ("Still Alice") Filmbiografie über eine der erfolgreichsten Autorinnen Frankreichs.

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Regie Wash Westmoreland
Besetzung Keira Knightley, Dominic West, Denise Gough, Eleanor Tomlinson, Fiona Shaw
Länge 112 Minuten
Land / Jahr GB/USA 2018

Über „Colette“

Er sei ihr nicht gewachsen, sagt Sidonie-Gabrielle Colettes Mutter Sido (Fiona Shaw) zu ihrem Mann (Robert Pugh) und spricht über den 14 Jahre älteren Verehrer ihrer Tochter (Keira Knightley), den literarischen „entrepeneur“ Henry Gauther-Villars, genannt Willy (Dominic West), den immerhin ein beträchtliches Erbe erwartet. Aber er sei vernarrt in sie, erwidert der Angesprochene. Tatsächlich ist Willys Verehrung aufrichtig, er hat einen Narren an seiner Braut gefressen und verzichtet ihr zuliebe sogar auf das elterliche Geld. Wash Westmoreland vertraut auf seine Hauptdarstellerin Keira Knightley, die die Wandlung von Colette von einer unbedarften jungen Dame zur Pariser Sensation mühelos verkörpert. Am Anfang ihrer Ehe ist sie jung, wirkt unschuldig und fragil. Sie schätzt das Ursprüngliche und ist damit ein Gegenpol zu dem Leben voller extravaganter Pariser SelbstdarstellerInnen, in das die Ehe mit Willy sie bringt. Die Pariser Gesellschaft ist erstaunt, dass sich der libertine Willy gebunden hat – und es dauert auch nicht lange, bis er seiner Ehefrau untreu wird. Sie ist geschockt, beschämt, verletzt. Letztlich verlangt sie nur eines von ihm: Aufrichtigkeit. Willys Affären sind aber nicht die einzigen Sorgen, die das Paar plagen. Sie brauchen Geld. Willy beschäftigt einige Autoren, die für ihn schreiben, aber das bringt nicht genug ein. Also springt seine Ehefrau ein, schreibt über Erinnerungen und nachdem Willy das Buch erst abgelehnt hat, bringt er es doch zu seinem Verleger. „Claudine erwacht” wird die neue literarische Sensation in Paris. Unter Willys Namen. So sieht es sein Geschäftsmodell vor. Westmoreland nimmt sich viel Zeit, sich den Uneindeutigkeiten zu widmen, die das Leben ausmachen. Hier läuft nicht alles auf den einen Moment zu, in dem Colette ihr Recht als Autorin einfordert. Die Transformation steht im Mittelpunkt, in der Colette nicht ihr Recht auf Anerkennung als Autorin einfordert, sondern auch ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.

Quelle: Kino-Zeit

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