Alles ist Gut

197. WocheDramaFSK1293 Min.

Janne, eine taffe junge Frau wird mit sexueller Gewalt konfrontiert. Sie versucht so weiterzumachen wie bisher und schweigt über das, was passiert ist. Eva Trobischs Kinodebüt mit der herausragenden Aenne Schwarz in der Hauptrolle wurde beim Filmfest München vom Publikum, von der Presse und von der Filmszene beinahe euphorisch gefeiert und mehrfach ausgezeichnet.

Website zum Film
allesistgut-derfilm.de

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Regie Eva Trobisch
Besetzung Andreas Döhler, Hans Löw, Lisa Hagmeister
Länge 93 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2018
01.07.
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Über „Alles ist Gut“

„Ein guter Film über ein wichtiges Thema mit einer überragenden Schauspielerin.” Kino-Zeit.de

Ein ganz normaler Tag … eigentlich. Janne, die eigentlich mit Piet zusammen ist, fährt zu einem Klassentreffen, quatscht mit alten Bekannten und lernt per Zufall Martin kennen. Sie verbringen einen lustigen Abend zusammen, und Martin möchte mehr, sie sagt Nein, erst amüsiert, dann energischer, dann ungläubig. Er holt sich, was er will, und hinterher versucht Janne einfach zur Tagesordnung überzugehen. Sie erzählt niemandem etwas, und als Martin auf sie zukommt, der unbedingt mit ihr sprechen möchte, weil ihm das Ganze so leidtut, lässt sie ihn abblitzen: „Alles gut …“ Doch irgendwie schleichen sich immer mehr Änderungen in Jannes Leben, nichts ist so, wie es vorher war. Der neue Job, die Beziehung zu ihrem Freund, zur Mutter, zu ihrem Chef – alles scheint miteinander verbunden zu sein, und die Verbindungen haben immer etwas mit Martin und mit dieser einen Nacht zu tun. Das Ungewöhnliche an diesem Film ist die beiläufige Leichtigkeit, mit der Janne versucht, das Geschehen zu verdrängen. Sie wehrt sich mit aller Kraft und mit allen Mitteln, auch mit Humor, dagegen, dass das Drama von ihrem Leben Besitz nimmt. Nicht ein einziges Mal fällt im Film das Wort Vergewaltigung, obwohl der Tatbestand ganz klar ist. Der Film handelt eben nicht von einer Vergewaltigung als Straftat. Hier geht es prinzipiell um Rollen und Rollenverhalten, um Grenzen, die festgelegt, eingehalten und überschritten werden. Und selbstverständlich geht es um Macht. Diese Macht auszuüben und zu missbrauchen, ist keine Frage der Geschlechtszugehörigkeit. Eva Trobisch gebührt große Hochachtung für ihre inszenatorische Leistung, wobei sie das Drehbuch so klug erdacht hat, dass genug Raum für Improvisationen blieb, was neben dem realistischen Effekt auch dem Ensemble das großartige Spiel ermöglicht.

Quelle: Programmkino.de

 

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