A Beautiful Day

17. WocheDramaFSK1695 Min.

Düsterer Thriller mit Joaquin Phoenix als Auftragskiller, der versucht, ein vermisstes Mädchen zu retten.

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Regie Lynne Ramsay
Besetzung Joaquin Phoenix, Ekaterina Samsonov, Alessandro Nivola, Judith Roberts, John Doman, Dante Pereira-Olson
Länge 95 Minuten
Land / Jahr USA 2018

Über „A Beautiful Day“

„Keine Aufnahme und kein Schnitt hier ist überflüssig oder fehlplatziert.” Variety

„Weniger ein typischer Genre-Film als eine meisterhaft inszenierte und gespielte Genre-Reflexion. Finster, brutal und poetisch.” epd-Film

Sechs Jahre mussten wir auf einen neuen Film von Lynne Ramsay warten. Und das war schon allein deshalb nicht einfach, weil ihr letzter Film „We Need to Talk About Kevin” ein phänomenales Werk voller Wucht war. Doch das Warten hat sich gelohnt. Ramsay kehrt mit „A Beautiful Day” (im Original: „You Were Never Really Here”) stärker denn je zurück – und das mit einem Film, der eigentlich ganz klein ist, der aber dann doch eine Größe entwickelt, die einen mit Staunen aus dem Kino entlässt. Ihre Adaption von Jonathan Ames’ Novelle ist eine stark kondensierte und konzentrierte Bearbeitung, die von der ersten Sekunde an aufzeigt, dass sie es ist, die die vollständige Kontrolle über den Stoff hat und diesen in Perfektion auf die Leinwand bringt. Joe (Joaquin Phoenix) lässt sich für die schmutzige Art von Detektivarbeit anheuern. Seine Spezialität: gekidnappte Kinder wiederbeschaffen. Am Anfang des Filmes wischt er noch das Blut von seiner liebsten Waffe, einem Hammer, und kassiert das Geld für eine erfolgreiche Rückführung ein. Dann versorgt er zuhause – er wohnt bei seiner sehr alten und kranken Mutter – seine Wunden. Und Wunden hat er sehr viele. Sein massiger Körper ist übersät von Narben. Woher sie stammen, wird man nie erfahren, doch der Film erlaubt immer wieder durch kurze, scharfe Rückblenden Einblicke in eine Kindheit voller Gewalt und Missbrauch und weitere traumatische Momente beim Militär und beim FBI. Fakt ist: Joe ist ein Mann, der viel Schlimmes gesehen und erlebt hat – und das hat ihn verändert. Er ist, wie der Originalfilmtitel es schon sagt, nie so richtig da. Man sieht es ihm an, die schweren Traumatisierungen haben seine Persönlichkeit stark verändert, er wandert wie ein Widergänger durch sein eigenes Leben und sucht den Schmerz und den Thrill, um sich ab und an zumindest ein wenig zu spüren. Sein neuer Auftrag ist dafür hervorragend geeignet. Er soll Nina finden, die kleine Tochter eines Senatoren, die in einem geheimen Bordell eines Pädophilenrings gelandet ist. Ihre Wiederbeschaffung gelingt, doch dann ist ihr Vater und Joes Auftraggeber plötzlich tot und Joe und Nina geraten ins Kreuzfeuer.

Quelle: Kino-Zeit-de

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