In den Gängen

DramaFSK12120 Min.

Franz Rogowski ("Transit") und Sandra Hüller ("Toni Erdmann") in einer lakonischen und warmherzigen Liebesgeschichte im Großmarkt.

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Regie Thomas Stuber
Besetzung Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth, Andreas Leupold, Sascha Nathan, Henning Peker
Länge 120 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2017

Über „In den Gängen“

„Stundenlang könnte man zusehen … Das hat geradezu poetische Kraft.” Berliner Morgenpost

„Präzise, mit starken Bildern, lakonischem Witz und liebevoll entworfenen Figuren.” Spiegel Online

„Herausragend, stimmungsintensiv, visuell hinreißend.” Dresdner Neueste Nachrichten

„Ein feinfühliger Ensemblefilm mit Zwischentönen.” Kinozeit

Als Christian Marion das erste Mal sieht, kommt es ihm vor, als höre er Meeresrauschen. Unwahrscheinlich, denn in den Gängen des Supermarktes, wo sie gerade die Süßigkeiten einsortiert und er von seinem älteren Kollegen in die Kunst des Kastenstapelns eingeführt wird, ist weit und breit kein Meer vorhanden. Und doch ist Christian sofort verzaubert von Marion. Der sehr stille und introvertierte junge Mann tut sich schwer damit, bei Marion einen Annäherungsversuch zu wagen. Doch sein Kollege Bruno bestärkt Christian, nicht aufzugeben. Denn Marion hat es seiner Meinung nach verdient, dass endlich jemand nett zu ihr ist. Und Bruno muss es wissen. Denn er arbeitet schon lange hier in den Gängen, die Teil einer Welt sind, die vom Schein der Neonlampen lebt. Und vom Klang des Gabelstaplers, der langsam seine Runden dreht. In seinem neuen Film „In den Gängen” erzählt Regisseur Thomas Stuber mit lakonischer Beiläufigkeit vom Mikrokosmos Supermarkt, der auf den ersten Blick kalt, trist und leblos wirkt. Doch je mehr Stuber in die Figuren und ihre Konflikte eintaucht, desto mehr verwandelt sich Tristesse in einen vertrauten Platz für Gefühle, für Sehnsüchte und Hoffnungen, die sich vielleicht nie erfüllen werden. Doch die in jeder Minute so präsent sind wie die übergroße Strand-mit-Palmen-Tapete, die den Aufenthaltsraum ziert. Franz Rogowski stellt einmal wieder unter Beweis, dass er nur wenige Worte braucht, um seiner Figur Ausdruck und Präsenz zu verleihen. Sandra Hüller lässt als Marion beides durchscheinen: die Abgeklärtheit einer Frau, die mit nichts mehr im Leben rechnet und die Verletzlichkeit einer zarten Seele, die noch Träume hat. Ein leiser, zarter und warmherziger Film über die kleinen und großen Momente des Lebens.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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