Die Brillante Mademoiselle Neïla

27. WocheFSK097 Min.

Mit Witz und jeder Menge Charme gelingt Regisseur Yvan Attal eine wunderbare Komödie über zwei starke Charakterköpfe, deren Zusammenprall das Leben des anderen für immer verändert.

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Regie Yvan Attal
Besetzung Camellia Jordana, Daniel Auteuil, Yasin Houicha, Nozha Khouadra, Nicolas Vaude, Jean-Baptiste Lafarge, Virgil Leclaire, Zohra Benali, Damien Zanoli
Länge 97 Minuten
Land / Jahr Frankreich 2017

Über „Die Brillante Mademoiselle Neïla“

„Schlagkräftig und gut gespielt.” The Hollywood Reporter

„Sympathisches Schauspielerkino.” Filmstarts.de

Neïla Salah (Camélia Jordana) hat es, trotz ihres nordafrikanischen Migrationshintergrunds, geschafft. Sie darf an der renommierten Pariser Assas Law School studieren. Doch gleich am ersten Tag des Semesters kommt sie zu spät. Der Hörsaal ist rappelvoll, und Professor Pierre Mazard (Daniel Auteuil), bekannt für seine spitze Zunge, ist nicht bereit, die Störung einfach so hinzunehmen: Wie sie heiße, ob Neïla der Vorname sei oder der Nachname, warum sie zu spät komme, warum sie sich nicht entschuldige. Mazard ist ein frauenfeindlicher und rassistischer Mistkerl, das merkt man sofort. Doch diesmal haben seine verbalen Ausfälle Folgen: Jemand hat den Zwischenfall aufgenommen und auf YouTube gestellt, der Dekan der Universität muss handeln: Entweder Mazard nähme seinen Hut. Oder er helfe Neïla, den alljährlichen Rhetorikwettbewerb zu gewinnen. Neïla ist zunächst gar nicht begeistert: Der zynische alte Mann hat sie zu sehr beschämt. Doch dann sieht sie die Chance, von dem versierten und eloquenten Rhetoriker all das zu lernen, was sie später einmal als Rechtsanwältin wissen muss. Regisseur Yvan Attal macht es dem Zuschauer zunächst nicht leicht, seine Figuren zu mögen. Neïla geht einem in den ersten Szenen mit ihrer Unpünktlichkeit und ihrem aufbrausenden Temperament, ihrer Aggressivität und Zickigkeit gehörig auf die Nerven. So legt sich ein kleiner Schatten auf die Figur, die erst später Mut, Hartnäckigkeit, Freundlichkeit, Zielstrebigkeit und Dankbarkeit zeigen wird. Mazard hingegen ist zwar ein guter Lehrer, der mit ungewöhnlichen Methoden und immensem Wissen seine Schülerin fordert. Aber mit seinen Wutanfällen, Provokationen und Beleidigungen erscheint er als schwieriger Misanthrop, dem man nur ungern Sympathie entgegen bringt. Im Folgenden geht es also darum, wie Lehrer und Schülerin aufeinander zu gehen und voneinander lernen. Das ist mitunter sogar komisch. In fein ziselierten, intelligent geschrieben Dialogen berührt der Film zahlreiche Themen, vom Rassismus bis zur Frauenfeindlichkeit, von der Bigotterie bis zur Wahrheit, von der Bildung bis zur Redefreiheit. Programmkino.de

Quelle: Programmkino.de

Website zum Film
Square One Entertainment

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