Das Mädchen, das lesen konnte

2. WocheDramaFSK1298 Min.

In betörenden Bildern inszenierter Film nach der autobiographischen Erzählung einer südfranzösischen Bäuerin.

www.dasmädchendaslesenkonnte.de

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Regie Marine Francen
Besetzung Pauline Burlet, Géraldine Pailhas, Alban Lenoir, Iliana Zabeth, Francoise Lebrun
Länge 98 Minuten
Land / Jahr Frankreich 2017
Di. 22.01. um 17:45 Uhr
OmU
Mi. 23.01. um 17:45 Uhr
22.01.
Heute
23.01.
Mi
24.01.
Do
25.01.
Fr
26.01.
Sa
27.01.
So
28.01.
Mo
29.01.
Di
30.01.
Mi
31.01.
Do
01.02.
Fr
02.02.
Sa
03.02.
So
04.02.
Mo

Über „Das Mädchen, das lesen konnte“

„Eine fein geschnittene Miniatur mit sich leise aufbauendem emotionalem Höhepunkt.“ The Hollywood Reporter

Frankreich, 1851. Napoleon III. hat sich an die Macht geputscht und die Republik beendet. Wer sich gegen ihn stellt wird verhaftet, verschleppt, oft ermordet. So ergeht es auch den Männern eines kleinen, abgelegenen Bergdorfs in der Provence. Von einem Tag auf den anderen sehen sich die Frauen des Dorfes mit einer Welt ohne Männer konfrontiert, einer Welt, in der sie für sich selbst sorgen müssen.  Nur gemeinsam können sie es schaffen, auch wenn die Arbeit auf dem Feld, die sonst von den Männern erledigt wird, ihnen besonders schwerfällt. Bald entwickelt sich eine recht gut funktionierende matriarchalische Gesellschaft, in der alle zufrieden scheinen. Doch nicht nur die älteren Frauen vermissen ihre Männer, auch die jüngeren, die gerade ins heiratsfähige Alter kommen. Mehr im Scherz schließen sie während einer Pause einen Pakt: Sollte auch nur ein Mann auftauchen, wollen sie ihn fraulich teilen, in jeder Hinsicht, auch, um das langfristige Überleben des Dorfes zu sichern. Und als wäre er vom Schicksal gesendet, kommt einige Tage später der Schmied Jean (Alban Lenoir) durch das Dorf und wird gern empfangen…

Erst vor wenigen Jahren erschien in Frankreich ein kurzes Buch, dass die greise Violette Ailhaud 1919 geschrieben hat. Darin beschrieb sie die Erlebnisse aus ihrer Jugend Mitte des 19. Jahrhunderts, die nun Basis dieses Films geworden sind. In atemberaubend schönen Bildern beschreibt Marine Francen diese Welt, idealisiert das kurzzeitige Leben ohne Männer, das in einer historischen Blase entstehen konnte: Abgeschnitten von der Welt, ohne den Einfluss von Kirche, Polizei oder Gesetz. Doch so schön diese Utopie trotzt aller Härten für eine gewisse Zeit erscheint, zukunftsträchtig ist sie nicht.

Quelle: Programmkino.de

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