Al Berto

109 Min.

Film über die frühen Jahre des portugiesischen Dichters Alberto Raposo Pidwell Tavares (1948-1997): eine äußerst sehenswerte Geschichtsstunde queer-alternativer Lebensweisen.

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Regie Vicente Alves do Ó
Besetzung Ricardo Teixeira, José Pimentão, Raquel Rocha Vieira, José Leite, Gabriela Barros, João Villas-Boas, Ana Vilela da Costa
Länge 109 Minuten
Land / Jahr Portugal 2017
05.12.
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Über „Al Berto“

Portugisische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

1974 wurde in der Nelkenrevolution endlich die Diktatur des portugiesischen Estado Novo beendet. Ende des Jahres kehrt Alberto Raposo Pidwell Tavares (Ricardo Teixeira) aus Brüssel, wo er Malerei studiert und unter Hippies gelebt hat, zurück nach Portugal. Die Villa seiner großbürgerlichen Familie im Küstenort Sines südlich von Lissabon ist enteignet worden und steht leer. Der offen schwule, mittellose Al Berto besetzt sie einfach illegal. Schnell versammelt er andere junge Tagträumer, Künstler und Kunstinteressierte um sich und schafft einen Freiraum für ihre Entfaltung. Alle verfallen dem Charme Al Bertos, insbesondere der gelockte Sänger João Maria (José Pimentão), dessen Vater ein hohes Tier ist. Die Gruppe genießt das Leben und die Liebe, feiert wilde Partys, dichtet und gibt erste Lesungen. Die als Fischer arbeitenden Familien einiger Freunde verstehen ihre sexuell aufgeschlossene, freigeistige Gegenkultur nicht. Den traditionellen Bewohner und den Autoritäten in Sines sind sie sogar ein Dorn im Auge.
Autor und Regisseur Vicente Alves do Ó hat bereits mehrere Kurzfilme und Spielfilme gedreht, darunter einen über die Dichterin Florbela Espanca. Mit AL BERTO wendet er sich dem ganz frühen Schaffen des schwulen Dichters zu, der erst in den 1980ern berühmter wurde und später den Zivilverdienstorden als Offizier des heiligen Jakob vom Schwert erhielt. Dass Al Berto in Deutschland kaum bekannt ist, tut dem Film dennoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil ist dies eine äußerst sehenswerte Geschichtsstunde queer-alternativer Lebensweisen mit Schauwert. Sämtliche Darsteller spielen brillant, die Ausstattung der 1970er sieht toll aus, die Musik hebt die Stimmung und die ästhetische Kameraarbeit ist bemerkenswert.

Quelle: homochrom.de

 

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