Mein Leben als Zucchini

96. WocheFSK066 Min.

Dem Regisseur Claude Barras und der Drehbuchautorin Céline Sciamma („Tomboy“) gelingt ein ebenso unangestrengter wie ernsthafter Animationsfilm, der aus dem Kontrast zwischen der verspielten Ästhetik und dem teils schonungslosen Inhalt einen ganz eigenen Reiz bezieht. Das von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden verliehene Prädikat „Besonders Wertvoll“ würdigt völlig nachvollziehbar einen auf originelle Weise besonderen, vielschichtigen, sehr tiefgründigen Kinderfilm.

Regie Claude Barras
Länge 66 Minuten
Land / Jahr Frankreich/Schweiz 2016

Über „Mein Leben als Zucchini“

Schon Albert Einstein wusste, “Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor”. Noch heute sind Märchen ein wichtiges Werkzeug, um den Intellekt und die Fantasie von Kindern anzuregen. Dabei muss man sich nicht auf die Klassiker der Gebrüder Grimm beschränken, wenn man Filme wie “Ma vie de Courgette” zur Verfügung hat. Claude Barras erzählt uns durch die Linse einer bunten, Stop-Trick-animierten Welt die Geschichte von Icare, der in einem Waisenheim landet und dort mit den anderen Kindern auskommen muss. Dies gestaltet sich allerdings nicht so schwer, jedenfalls im Fall der hübschen Camille. “Ma vie de Courgette” hat eine lange und beeindruckende Liste an Erfolgen aufzuweisen. Darunter eine Nominierung für den Oscar als besten animierten Film. Oder zwei Césars für Film und Drehbuch. Oder ein überwältigend positiver Konsens der Filmkritiker weltweit. Am meisten sticht jedoch Barras’ feinfühliger Umgang mit großen Emotionen heraus, egal ob sie schön oder unschön sind.

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