Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs

67. WocheFSK099 Min.

Gut 17 Jahre nach der Erstausstrahlung der "Pfefferkörner"-Fernsehserie legt der Regisseur Christian Theede die erste Kinoadaption des populären Stoffes vor. Mit überzeugenden neuen Kinderdarstellern, packenden Action-Szenen und imposanten Bergaufnahmen gelingt ihm ein kurzweiliger Abenteuerfilm, der reichlich Spannung schafft und dank des Ausflugs von Hamburg nach Südtirol deutlich mehr Schauwerte bietet als die Serie.

Regie Christian Theede
Besetzung Marleen Quentin, Ruben Storck, Leo Gapp, Luke Matt Röntgen, Emilia Flint, Devid Striesow, Katharina Wackernagel
Länge 99 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2016

Über „Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs“

Eigentlich sollte die Fahrt in die Tiroler Berge nur ein Riesenspaß werden. Doch als Mia und ihr bester Freund Benny zusammen mit ihrer Klasse am Reiseziel ankommen, werden sie von Mias gutem Freund Luca empfangen, der ihnen erzählt, dass merkwürdige Dinge vor sich gehen. Mia, Benny und Johannes, der neu in der Klasse ist, begeben sich sofort auf die Suche nach geheimnisvollen Zeichen und Hinweisen, die sie in den Bergen finden. Doch eine mysteriöse Spur führt die Truppe zurück nach Hamburg – wo eine böse Verschwörung im Gange ist. Keine Frage: Ein klarer Fall für die Pfefferkörner. Seit 1999 sind die Abenteuer der Pfefferkörner im Fernsehen zu bewundern. Nun wagt eine neue Generation der eingeschworenen Hobby-Detektive den Sprung auf die große Leinwand. Unter der Regie von Christian Theede begeben sich die Fünf – denn Mias kleine Schwester Alice ist auch mit an Bord – auf eine neue spannende Mission, die vom Hamburger Hafen bis nach Tirol und wieder zurück zur Hamburger Speicherstadt führt und auch wichtige gesellschaftliche und ökologische Themen behandelt. Dargestellt werden die Pfefferkörner von sympathisch agierenden Darstellern mit unverbrauchten Gesichtern. Dass Benny eher ein Computernerd ist, der zudem auch noch schüchtern ist oder dass Mia kein typisches Mädchen ist, das auf Bonbonfarben steht, dient den jungen Zuschauern auf schöne Weise zur Identifikation. Denn man muss nicht perfekt sein, um ein Held zu sein. Und ob man ein Mädchen oder ein Junge ist – Hauptsache, man glaubt an sich und hält zusammen. Dann kann alles gelingen und kein Bösewicht hat eine Chance. Eine schöne Botschaft, die der Kinofilm ebenso wie die Serie transportiert. Der Kameramann Ngo The Chau sorgt für große und spannende Bilder, die jedoch die Geschichte immer mit der angemessenen Erzählhaltung für die Zielgruppe vermitteln. Die Spannung ist jederzeit gegeben, doch auch der Humor kommt nicht zu kurz, auch dank der erwachsenen Darsteller wie Devid Striesow, Katharina Wackernagel oder Suzanne von Borsody. Mit DIE PFEFFERKÖRNER UND DER FLUCH DES SCHWARZEN KÖNIGS ist den Filmemachern ein überzeugender Start auf der großen Leinwand gelungen, der Spaß, Spannung und Lust auf mehr Kinoabenteuer der Pfefferkörner macht.

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