Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne

FSK6129 Min.

Tragikomödie über das Scheitern einer Frau, die keinen Ton halten kann, sich aber als große Sopranistin fühlt.

Le cinéma français – Schauspielerinnen: Catherine Frot
In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen

Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

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Regie Xavier Giannoli
Besetzung Catherine Frot, Christa Théret, André Marcon
Länge 129 Minuten
Land / Jahr Frankreich 2014
Le cinéma français OmU
Mi. 24.07. um 18:30 Uhr
25.05.
Heute
26.05.
So
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Mo
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Do
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Fr

Über „Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne “

Frankreich, in den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Regelmäßig bittet Marguerite Dumont Besucher in ihr Landhaus, zu Tee, Häppchen und Gesangsdarbietungen. Den Starauftritt behält sie sich stets selbst vor. Und die Besucher sind begeistert. Vor allem jedoch von den anderen Sängern. Denn Marguerite Dumont kann keinen Ton gerade herausbringen. Aber niemand hat den Mut, ihr dies offen zu sagen. Ihr Mann will einfach nur seine Ruhe haben. Und ihr ergebener Diener Madelbos sieht es als seine Aufgabe an, seine Herrin vor jeglicher Kritik abzuschirmen. Als Marguerite jedoch plant, ein Konzert vor richtigem Publikum zu geben, ist guter Rat teuer: Wie lange wird es dauern, bis sie dahinter kommt, dass sie all die Jahre an ein Talent glaubte, welches sie nicht besitzt? Von brüllend komisch über berührend bis hin zu tief tragisch: Dem Film von Xavier Giannoli gelingt es, in zwei Stunden so viele Facetten der Tragikomödie anzuschlagen, wie es selten der Fall ist. Inspiration fand der Regisseur in der wahren Geschichte der „schlechtesten Sängerin der Welt“, Florence Foster Jenkins, die in den 1930er und 1940er Jahren mit ihrer „Kunst“ in Amerika für Furore sorgte. Doch Giannoli verlegt die Handlung in das Paris der 1920er Jahre und nutzt die Gelegenheit, auch auf gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen der Zeit einzugehen. Die Jugend wendete sich ab von den Traditionalisten und der Bourgeoisie – Dadaismus und moderne Musik standen klassischen Künsten revolutionär gegenüber. Verkörpert wird diese Generation von den beiden Journalisten Lucien und Kyril und der jungen Musikerin Hazel, allesamt wunderbare Puzzlestücke in einem herrlich schimmernden Figurenpanoptikum. Doch im Zentrum schimmert immer die tragische Heldin der Geschichte, Marguerite. Catherine Frot ist sensationell in ihrem Spiel. Ein unterhaltsames und tief berührendes Porträt einer beeindruckenden Frau, die sich allem Spott zum Trotz eines niemals nehmen ließ: die Leidenschaft und Liebe zur Musik.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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