Up in the Air

110 Min.

Meisterhafte Komödie mit ernsten Untertönen über einen Flugprämienjunkie, der mit der Möglichkeit konfrontiert wird, dass sein Leben über den Wolken wegrationalisiert werden könnte.

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Regie Jason Reitman
Besetzung George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Danny McBride, Jason Bateman, Melanie Lynskey, Amy Morton, Sam Elliott
Länge 110 Minuten
Land / Jahr USA 2009
09.12.
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Über „Up in the Air“

„Intelligente Unterhaltung für Erwachsene, spaßig und zeitkritisch.“ KulturSPIEGEL

„Hochunterhaltsam und ohne moralisches Zeigegefingere.“ Welt

„Der treffsicher inszenierte Film über den bindungslosen Vielflieger und Meilenjunkie Bingham reflektiert die Finanzkrise auf dem Hintergrund gesamtwirtschaftlichen und privaten Scheiterns, trotz allem Tiefgang, hochunterhaltsam.“ Programmkino.de

Wo er zuhause sei, wird Ryan Bingham in einem Flugzeug gefragt. „Hier!“ lautet seine Antwort. Tatsächlich versucht er ein Leben ohne Bodenhaftung zu führen. Als professioneller Reisender lebt er in Hotels, Flughafenlounges und eben „Up in the air“. Er weigert sich, durch Familie oder romantische Bindungen geerdet zu werden und ist so auch ideal geeignet für seinen Job, der daraus besteht, dass er zu ihm völlig fremden Betrieben reist und dort die Entlassungsgespräche führt. Er macht seine Arbeit gut – ist psychologisch sehr geschickt und nicht etwa kaltherzig – sondern eher distanziert, denn nach getaner Arbeit fliegt er ja schnell wieder weg. In einigen Momenten wird das so natürliche Lächeln von George Clooney in diesem Film zu einer Maske – dann erkennt man, was für eine mächtige Waffe sein legerer Charme sein kann – und wie traurig diese perfekt organisierte Existenz letztlich ist, gerade weil sie so bequem und risikolos zu sein scheint. Natürlich holen zwei Frauen Ryan aus seinem Schwebezustand herunter. Die Geschäftsfrau Alex bewegt sich in seiner Welt genauso souverän wie Ryan und weckt unerwartete Gefühle in ihm, während die ehrgeizige Angestellte Natalie seinem Chef einen Modernisierungsplan präsentiert, der Ryans Chancen, die angestrebten 10 Millionen Bonus-Flugmeilen zu sammeln, drastisch vermindern würde. Thematisch ist dieser Film ganz auf der Höhe der Zeit. Der Regisseur Jason Reitman ließ Menschen, denen tatsächlich gerade gekündigt wurde, auf die rhetorischen Tricks des Protagonisten reagieren. Aber nicht nur dadurch wirkt der Film so authentisch und bewegend. Alle Figuren sind komplex und mit einem guten Auge für die menschlichen Schwächen gezeichnet, und die Besetzung ist (bis hin zu Sam Elliot als göttlichem Piloten) so perfekt, dass der Film wie aus einem Guss zu sein scheint. Und Jason Reitman denkt wie schon in seinem Debütfilm „Thank You for Smoking“ die Strategien von Managern konsequent zu Ende: Wenn in der Rezession die Firmen massenhaft Bedienstete entlassen, wird dadurch eine große Nachfrage für jene Dienstleistung geschaffen, die Ryans Firma anbietet. Aber natürlich wird schließlich auch diese von der Modernisierung eingeholt und Reisen lassen sich in den Zeiten des Internets gut einsparen. Diese zynischen Verhältnisse beschreibt Reitman, ohne dabei selber zynisch zu werden. Er erzählt immer mit einer sehr angenehmen Gelassenheit. So behält „Up in the Air“ seine ganz eigene Leichtigkeit.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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