Der blaue Engel

919. WocheDramaFSK12107 Min.

Dieser Klassiker aus der Ära des frühen deutschen Tonfilms zählt zu den bedeutendsten Filmen der Weimarer Republik. Er begründete den Mythos Marlene Dietrich und ebnete ihr den Weg in den Weltruhm.

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Regie Josef von Sternberg
Besetzung Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Rosa Valetti, Hans Albers, Reinhold Bernt
Länge 107 Minuten
Land / Jahr Deutschland 1930
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Über „Der blaue Engel“

Der strenge Professor Rath besucht das Etablissement “Der blaue Engel”. Er will herausfinden, warum sich seine Schüler so sehr für die Dame Lola Lola interessieren. Fasziniert und verwirrt folgt er Lola in die Garderobe – und wenig später wacht er morgens in ihrem Bett auf. Zurück in der Schule spürt er die Folgen seiner unkontrollierten Leidenschaft. Die Schüler machen sich an der Tafel über ihn lustig und stellen ihn bloß. Als sich der Professor zu Lola bekennt, wird er entlassen. Die beiden heiraten. Arbeitslos geworden nimmt er nun an der Tournee Lolas teil und tritt, als seine Ersparnisse aufgebraucht sind, selbst als Clown auf. Der Chef der Truppe arrangiert schließlich eine Vorstellung in Raths Heimatstadt, weil er sich ein gutes Geschäft mit dem zum Hanswurst degradierten Professor verspricht. Es kommt zum erwarteten Eklat. Gedemütigt und wie von Sinnen stürzt Rath vor der grölenden Menge von der Bühne. Auf der Suche nach Lola findet er sie in den Armen ihres neuen Geliebten, Mazeppa. Rasend vor Wut will er ihn töten, wird aber überwältigt und fortgejagt. Allein irrt er durch die Straßen und steht plötzlich vor seiner Schule…
Dieser Klassiker aus der Ära des frühen deutschen Tonfilms zählt zu den bedeutendsten Filmen der Weimarer Republik. Er begründete den Mythos Marlene Dietrich und ebnete ihr den Weg in den Weltruhm. Als Tingeltangelsängerin Lola Lola singt die Dietrich in Josef von Sternbergs kongenialer, wenn auch von der Vorlage abweichenden Verfilmung (Drehbuch: u.a. Carl Zuckmayer) von Heinrich Manns Roman “Professor Unrat” die unvergesslichen Chansons “Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt” und “Ich bin die fesche Lola”. Emil Jannings liefert als dem Vamp verfallener Gymnasialprofessor Rath die verstörende Charakterstudie eines pedantischen Spießbürgers, der an seiner Leidenschaft zugrunde geht. In dieser Tragödie über ein menschliches Schicksal, das an der dekadenten Doppelmoral bürgerlicher Verhältnisse zerbricht, verschmelzen die dunklen Bildkompositionen von Kameramann Günther Rittau mit der Musik von Friedrich Hollaender zu einer Melange, für die der Begriff “Kultfilm” geschaffen erscheint.

Quelle: Murnau Stiftung

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