Der Golem, wie er in die Welt kam [Abgesagt]

21.06.202018:00 Uhr

Mit Live-Orgelimprovisation von Dominik Gerhard an der Kimball-Kinoorgel.

Das Prager Ghetto im 16. Jahrhundert. Als Rabbi Löw in den Sternen liest, dass der jüdischen Gemeinschaft Unheil droht, schafft er nach einer alten Legende eine mächtige Lehmfigur, den Golem, und haucht ihr mit magischen Kräften Leben ein.

Eulenspiegel Klassiker Stummfilm mit Orgel FSK12

Regie Paul Wegener, Carl Boese
Besetzung Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova
Länge 76 Minuten
Land / Jahr Deutschland 1921

Hinweise: Reservierung unter 0201 27 55 55 oder per Mail an info@essener-filmkunsttheater.de.

Mit Live-Orgelimprovisation von Dominik Gerhard an der Kimball-Kinoorgel.

Prag im 16. Jahrhundert: Der Kaiser will die jüdische Bevölkerung aus der Stadt vertreiben. Rabbi Löw erschafft die legendäre Lehmfigur Golem, um das drohende Unheil für die Bewohner des jüdischen Ghettos abzuwenden. Mittels schwarzer Magie haucht er ihr Leben ein. Der Golem rettet auch prompt den Kaiser, was diesen dazu bringt, seinen Befehl zurückzuziehen. Aus einer Verkettung unglücklicher Umstände heraus wendet sich der Golem in der Folge allerdings gegen seinen Schöpfer und läuft Amok. Erst ein kleines Mädchen kann ihn aufhalten. DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM war Paul Wegeners dritte Verfilmung der jüdischen Legende. Der Film war einer der künstlerisch sowie wirtschaftlich größten Erfolge der deutschen Stummfilmproduktion, dessen außergewöhnliche expressionistische Bild- und Dekorgestaltung nichts von ihrer suggestiven Wirkung verloren hat. Die von Hans Poelzig entworfenen Bauten waren wegweisend für die Filmarchitektur. Bis heute gilt der Film als Vorbild und Referenz für das Horrorfilmgenre. Von DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM ist keine zeitgenössische deutsche Fassung erhalten. Aus dem belichteten Negativmaterial wurden zwei Originalnegative mit abweichenden Kamerapositionen montiert. Überliefert ist das aus den besten Aufnahmen geschnittene A-Negativ in der Cinematek (Royal Film Archive of Belgium). Für die amerikanische Auswertung 1921 war es durch Umschnitte und Kürzungen stark verändert worden. Die 2018 restaurierte Fassung beabsichtigt eine möglichst authentische Annäherung an die verlorene deutsche Fassung.

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