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Hinweise: Veranstalter: Konzertbüro Schoneberg, 0221 - 47 44 160, koeln@schoneberg.de
Fotos: © Maximilian König
Circles Tour 2026
Manchmal braucht es Mut, um bei sich selbst anzukommen. Um zurückzublicken, loszulassen, sich neu zu erfinden – und trotzdem zu bleiben, wer man ist. „Circles“, das neue Album von Stefanie Heinzmann, ist genau das: eine Reise durch Lebensphasen, durch innere Bewegungen, durch laute und leise Momente. Es ist ein musikalischer Kreis, der sich nicht einfach schließt, sondern immer weiterzieht – und dabei Spuren hinterlässt.
Schon früh war klar, dass dieses Album anders werden sollte. Gemeinsam mit ihrer engen Freundin Rita Briand, die als systemische Beraterin arbeitet, entwickelte Stefanie ein Konzept, das die emotionalen Etappen des Lebens in Songs übersetzen sollte. Wenn Menschen zusammenkommen, nimmt jede:r seinen Platz ein – ein Gedanke aus der Systemik, der auch die Zusammenarbeit im Studio prägte. Dazu kam ein spielerischer Zugang zur Energetik: ein Experiment, das aufging – und dem Album eine Leichtigkeit verlieh, die Stefanie selbst überrascht hat. „Normalerweise ist ein Albumprozess wahnsinnig zäh. Aber diesmal ging alles viel effizienter, weil der Plan so klar war“, sagt sie.
Musikalisch entstand „Circles“ zwischen Studios in Hamburg, London und Zürich. Jake Isaac übernahm die musikalische Leitung, produziert wurde mit Lightning und Steffen Graef. Auch weitere Songwriter:innen waren beteiligt – in einer Atmosphäre, die von Vertrauen, Offenheit und einem klaren emotionalen Kompass geprägt war. „Ich habe mich selten so frei und so gehört gefühlt wie bei diesem Album“, erzählt Stefanie Heinzmann.
„Circles“ ist ein Popalbum voller Seele, Persönlichkeit und Echtheit. Auch stimmlich zeigt sich Stefanie darauf in einer nie dagewesenen Bandbreite: mal kraftvoll und präsent, dann wieder zart, schwebend, zurückgenommen. Zwischen live eingespielten Drums, Gospelchören aus London, analogen Synths und modernen Popproduktionen entsteht ein Klangbild, das warm, zeitgemäß und doch überraschend vielschichtig ist. Songs wie „Rain“, „Oceans“ oder „Hurricane“ zeigen, wie unterschiedlich Stimmungen klingen können – und doch zusammengehören. „Ich glaube, es ist diese energetische Ebene, die alles verbindet. Selbst wenn die Songs musikalisch sehr unterschiedlich sind, passiert da etwas, das man nicht greifen, aber spüren kann.“
Mit der Single „Power“ hat Stefanie Heinzmann den ersten Kreis geöffnet – und den Ton für alles Weitere gesetzt. Der Song beginnt leise, fast zerbrechlich, bis sich seine Energie nach und nach entfaltet. Es ist eine Hymne auf innere Stärke, auf Selbstakzeptanz und das Vertrauen in die eigene Entwicklung. „Menschen haben mich immer als selbstbewusst wahrgenommen. Aber erst jetzt verstehe ich, was es heißt, wirklich in meiner Kraft zu sein“, sagt Stefanie Heinzmann. Genau davon erzählt „Power“ – musikalisch wie inhaltlich.
„Talk“ hingegen stellt eine andere Frage: Vielleicht sind die Antworten ja längst da – um uns herum, in den Sternen über uns, im Gelächter, in der Art, wie wir miteinander reden? Und könnten sich vielleicht genau hier zwei Menschen treffen – ganz anders und doch irgendwie gleich? Musikalisch getragen von einer funky, hypnotisierenden Bassline, entwickelt sich „Talk“ zu einem der vibigsten Songs des Albums. Ein Track über Begegnung, über Kommunikation, über das, was zwischen Worten passiert – und zwischen Menschen.
Dass der Albumtitel „Circles“ mehr ist als ein Wortspiel, zeigt sich auch in der Art, wie das Album funktioniert. Viele Songs kreisen um wiederkehrende Themen, um Abschied, Vertrauen, Entwicklung und Loslassen. „Space“ etwa war ursprünglich als erster Song geplant – und landete am Ende doch als letzter auf dem Album. Statt um den Anfang geht es nun ums Sterben. „Es ist eigentlich wieder das Gleiche – nur halt am Ende. Das ist der Kreis, der sich schließt.“
Mit „Good“ schlägt Stefanie Heinzmann ein besonders versöhnliches Kapitel auf. Ursprünglich als Rückblick aus dem hohen Alter gedacht, fühlt sich der Song auch jetzt schon genau richtig an – als ruhiger Anker in einem manchmal chaotischen Alltag. „Ich bin gerade in einer Phase, in der es mir wahnsinnig gut geht“, erzählt sie. „Und selbst wenn ich mal an so einen Moment komme, wo ich hormonell durch bin, der Zug Verspätung hat und das Leben einfach zu laut ist – dann hilft mir dieser Song, mich daran zu erinnern: Es ist alles gut.“
Wer Stefanie Heinzmann kennt, weiß: Ihre Musik ist mehr als nur Klang – sie ist Ausdruck, Energie und Gefühl. Seit über 17 Jahren bewegt sie Menschen mit ihrer unverwechselbaren Stimme, ihrer Hingabe und ihrer charismatischen Präsenz. 2008 gewann sie den von Stefan Raab ins Leben gerufenen Talentwettbewerb – ein Moment, der alles ins Rollen brachte. Es folgten sechs Studioalben, unzählige Preise – darunter der Echo und mehrere Swiss Music Awards – sowie über 500 Konzerte weltweit.
Jetzt folgt mit „Circles“ das bisher persönlichste Album von Stefanie Heinzmann. Und doch ist es auch eines, das nicht nur von ihr erzählt – sondern von uns allen. Denn ob mit Mitte 30 oder mit Mitte 80: Das Leben verläuft nie linear. Es dreht Schleifen, wiederholt sich, überrascht. „Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass nicht alles klar und geradeaus sein muss“, sagt sie. „Und dass es okay ist, einfach mal da zu bleiben, wo man gerade ist.“
Die „Circles“-Tour 2026 wird diese Gedanken in Bewegung bringen. Eine musikalische Reise voller Energie, Emotionen und unvergesslicher Momente – mit funky Beats, gefühlvollen Balladen und Stefanies einzigartiger Bühnenpräsenz. Gespielt wird in Theatern und Konzerthäusern wie der Tauberphilharmonie Weikersheim, der Alten Oper in Erfurt, dem Volkshaus in Zürich oder der Lichtburg in Essen – Orte, die den perfekten Rahmen bieten, um die Songs dieses Albums in ihrer ganzen Tiefe zu erleben.