Zwiebel-Jack räumt auf

11.02.202620:00 Uhr

Zum 50. Jubiläum seiner deutschen Kinoerstaufführung präsentieren wir den kultigen Italo-Western "Zwiebel-Jack räumt auf" (OT: "Cipolla Colt") mit Franco Nero in der Hauptrolle. Freuen Sie sich auf einen turbulenten Ritt, in dem sich der eigenwillige Zwiebelpflanzer gegen einen gierigen Ölbaron zur Wehr setzt.

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Eulenspiegel Kino76 FSK12

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Originaltitel Cipolla Colt
Regie Enzo G. Castellari
Besetzung Franco Nero, Sterling Hayden, Martin Balsam, Leo Anchóriz, Romano Puppo, Nazzareno Zamperla, Helmut Brasch, Duilio Cruciani, Emma Cohen
Länge 92 Minuten
Land / Jahr Italien, Spanien, Deutschland 1975

Essen Sie gerne Zwiebeln? Nach diesem Film werden Sie es vielleicht. Aber nicht, weil sie gesund sind. Sondern weil sie das Markenzeichen eines Mannes sind, der bereit ist, für sein kleines Stück Land die Großen herauszufordern.

Wir schreiben das Jahr 1976 – zumindest, als dieser Film die Leinwände in Deutschland eroberte. Doch die Geschichte selbst spielt in einem zeitlosen, staubigen und vor allem korrupten Amerika, das nur im Italo-Western existiert. Es ist die Heimat von Mythen, Revolverhelden und – ja – einem Zwiebelpflanzer, der die Nase gestrichen voll hat.

Franco Nero, der Inbegriff des coolen, wortkargen Westernhelden, schlüpft in eine seiner vielleicht ungewöhnlichsten Rollen: Jack White, der „Zwiebel-Jack“. Vergessen Sie den klassischen Pistolero mit Hut und Poncho. Jack ist anders. Er ist bodenständig, er ist stoisch, und sein wichtigstes Werkzeug ist nicht immer die Waffe. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Hinter der rauen Schale verbirgt sich ein Mann, der weiß, wie man aufräumt.

Dieser Film ist mehr als nur ein Western. Es ist eine scharfe Satire, ein Stück ungezügelte Siebziger-Jahre-Kinokunst, in dem sich die Grenzen zwischen Wildwest-Romantik und überdrehtem Klamauk lustvoll auflösen. Regisseur Enzo G. Castellari, ein Meister des Genres, serviert uns hier eine explosive Mischung, die – typisch für die Zeit – kein Blatt vor den Mund nimmt.

Warum Zwiebeln? Weil Zwiebeln weinen lassen. Und das ist genau das, was der Gegenspieler von Jack White am Ende tun wird. Ein skrupelloser, aalglatter Ölbaron namens Brown hat seine Augen auf das Land von Jack und seinen Nachbarn geworfen. Es geht um Profit, um Gier und um die Macht der Multis. Aber diese Rechnung wurde ohne den Zwiebel-Mann gemacht.

Erwarten Sie keine blutige Rache-Odyssee, sondern ein Feuerwerk an unvergesslichen, teilweise absurden Begegnungen. Von exzentrischen Handlangern über verblüffende Verfolgungsjagden bis hin zu cleveren Fallen – „Zwiebel-Jack räumt auf“ ist ein Fest für alle, die das Unkonventionelle lieben. Die Musik treibt die Handlung voran, der Staub fliegt, und die Fäuste fliegen noch höher.

Am 11. Februar 2026 feiern wir im Eulenspiegel die Wiederkehr dieses anarchischen Filmjuwels. Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit Jack White das erste Mal im deutschen Kino für Ordnung sorgte. Doch seine Botschaft ist heute noch genauso relevant: Man muss nicht reich sein, um gegen die Mächtigen zu bestehen. Man braucht nur Mut, Cleverness – und vielleicht ein paar Tränen, um die Sicht auf die Ungerechtigkeit zu klären.

Tauchen Sie ein in eine Welt, in der die Zwiebel nicht nur ein Gemüse ist, sondern ein Symbol des unerwarteten Widerstands.

Seien Sie dabei, wenn Zwiebel-Jack zum 50. Jubiläum (wieder) aufräumt!

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