Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes

06.09.202514:45 Uhr

Film & Gespräch mit Dr. Natalie Welfens, Soziologin an der Universität Duisburg-Essen.
In Kooperation mit Attac Essen und Seebrücke Essen.

Der Dokumentarfilm begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben.

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Filmstudio Glückauf Film & Gespräch OmU Wahre Welten FSK12

Regie Max Ahrens, Maik Lüdemann
Besetzung Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Prof. Dr. Marcel Fratzscher, Maurice Höfgen, Simin Jawabreh, Prof. Dr. Jochen Oltmer, Prof. Dr. Monika Schnitzer, Natascha Strobl, Dr. Linus Westheuser, Helena Steinhaus u.a.
Länge 106 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2025

Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung. „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer:innen mit auf eine aufrüttelnde Reise.

Der Dokumentarfilm begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig blickt der Film auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den Diskurs, Flucht und Migration wird zunehmend kriminalisiert und humanitäre Hilfe gerät unter Druck. Durch exklusive Interviews mit Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und politischen Entscheidungsträger:innen hinterfragt „Kein Land für Niemand“ die aktuellen Narrative über Flucht und Migration und beleuchtet die Mechanismen, mit denen Angst und Populismus die politische Agenda bestimmen.

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