Der Mauretanier

20.06.202120:15 Uhr

Der schottische Regisseur Kevin Macdonald behandelt in seinem anspruchsvollen Politthriller ein dunkles Kapitel der Geschichte der US-Justiz, gestützt auf das 2015 erschienene "Guantánamo-Tagebuch", das Slahi in Gefangenschaft schrieb und das zum Bestseller wurde.

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Regie Kevin Macdonald
Besetzung Tahar Rahim, Jodie Foster, Benedict Cumberbatch, Shailene Woodley, Zachary Levi
Länge 129 Minuten
Land / Jahr GB, USA 2021 2021

“Ein kraftvolles, klug aufgebautes, emotional aufrüttelndes Drama über eine der größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit, aus dem vor allem Tahar Rahim und Jodie Foster mit ihren so gegensätzlichen Schauspielansätzen herausragen.” Filmstarts.de

“Vor allem als Fanal über die moralischen Abgründe, in die auch eine Supermacht abdriften kann, überzeugt Kevin Macdonalds eindringliches Drama.” Programmkino.de

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wird der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi von den US-Behörden verhaftet. Er wird verdächtigt, die Terroristen, die die gekaperten Flugzeuge in das World Trade Center steuerten, unterstützt oder gar angeworben zu haben. Jahrelang sitzt er ohne Anklage und Gerichtsverfahren im Gefangenenlager Guantánamo Bay ein. Die Anwältin Nancy Hollander nimmt sich allen Anfeindungen zum Trotz des Falls an und vertieft sich in die Materie, um dem zuständigen Militärstaatsanwalt Paroli zu bieten: Ausnahmedarsteller*innen Jodie Foster und Benedict Cumberbatch spielen diese beiden Figuren als charismatische Vertreter von Recht und Gesetz, die auf verschiedenen Seiten stehen, schließlich aber beide für die Wahrung ethischer Standards kämpfen. Tahar Rahim ist eine Idealbesetzung für den Angeklagten, denn er besitzt die wunderbare Gabe, uns im Unklaren zu lassen: Hat Slahi die ihm zur Last gelegten Verbrechen, die er auch gestanden hat – allerdings unter Folter –, begangen oder ist er tatsächlich ein Unschuldiger?
Der schottische Regisseur Kevin Macdonald behandelt in seinem anspruchsvollen Politthriller ein dunkles Kapitel der Geschichte der US-Justiz, gestützt auf das 2015 erschienene „Guantánamo-Tagebuch“, das Slahi in Gefangenschaft schrieb und das zum Bestseller wurde. Das Drehbuch löst nicht alle Rätsel und macht gerade damit deutlich, wie wichtig es ist, jeden Fall genau zu prüfen, selbst wenn eine ganze Nation sich empört.

Quelle: Berlinale.de

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