E.O.F.T. European Outdoor Film Tour

26.08.201920:45 Uhr

Die besten Outdoorsport- und Abenteuerfilme des Jahres

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Lichtburg Open Air am Dom Open Air FSK0

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Länge 150 Minuten
Land / Jahr Deutschland 2018

Mehr Informationen unter:
lichtburg-openair.de

Die E.O.F.T. steht für echte Abenteuer und Out-doorgeschichten: So unverfälscht werden Outdoorsport und wahre Abenteuer nur bei der European Outdoor Film Tour gezeigt. Extremsport in eisiger Kälte oder im feuchtwarmen Amazonas – die Kurzfilme bieten alles! Ohne Skript. Ohne Schauspieler. Und ohne Special Effects.

A TO B ROLLERSKI
Im Jahr 1988 startet Raimonds Dombrovskis den längsten Trainingslauf seiner Biathlon-Karriere. Gemeinsam mit seinem Hund Bucis und einem VW Bulli voller Equipment will er 6700 Kilometer auf Rollskiern zurücklegen, vom hohen Norden Kanadas bis zur mexikanischen Grenze. Die Schotterpisten sind holprig, die Leggins hauteng und der Ausgang des Projekts äußerst ungewiss. Doch es riecht nach Aufbruch. Nicht nur auf den Straßen Nordamerikas, sondern auch in Raimonds lettischer Heimat. Er ist überzeugt davon, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion kurz bevorsteht. Sein Traum ist es, bei den nächsten olympischen Winterspielen für die lettische (nicht die sowjetische!) Biathlon-Mannschaft anzutreten. Doch vorher muss er erst einmal in Mexiko ankommen.

NORTH OF NIGHTFALL
Die siebtgrößte Insel Kanadas heißt Axel-Heiberg-Island und liegt nördlich des Polarkreises. Im Winter ist sie in völlige Dunkelheit gehüllt und komplett von Schnee und Eis bedeckt. Doch wenn die Sonne wieder aufgeht, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Denn die von mächtigen Gletschern durchzogene Gerölllandschaft bietet bestes Mountainbike-Terrain. Kein Wunder, dass Darren Berrecloth, Carson Storch, Cam Zink und Tom Van Steenbergen den schier endlosen Abfahrten nicht widerstehen können.

THE FRENCHY
„No problem!“ – Wer Jacques Houots Lebensgeschichte hört, wird sich wundern, wie der 82-Jährige es geschafft hat, überhaupt so alt zu werden. Es gab mindestens 23 Gelegenheiten in seinen Leben, wo er allzu früh das Zeitliche hätte segnen können. Doch er schaffte es jedes Mal, sich wieder aufzurappeln – und ein Ende ist nicht in Sicht. Heute verbringt der gebürtige Franzose die meiste Zeit in den Bergen. In der Nähe von Carbondale (Colorado) ist kein Mountainbike-Trail und keine Skipiste vor ihm sicher. Dass Jacques Houot das Leben liebt, lässt er jeden spüren.

THE A.O.
Adam Ondra ist einer der erfolgreichsten und vielseitigsten Sportkletterer unserer Tage. Mit „Silence“ kletterte er die schwierigste Sportkletterroute der Welt und etablierte mit 9c einen neuen Schwierigkeitsgrad. Auch beim Big-Wall-Klettern hat der Tscheche gezeigt, was er draufhat: Er wiederholte die „Dawn Wall“ in nur 8 Tagen – bei seinem allerersten Trip ins Yosemite Valley. Sein durchtrainierter Körper scheint die Schwerkraft mühelos zu überwinden. Aber sind es wirklich nur Muskelkraft und Ausdauer, mit denen Adam Ondra die schwierigsten Routen bezwingt? Oder ist es nicht vielmehr seine mentale Stärke, die ihn sogar eine 8a mit verbundenen Augen klettern lässt? Wir wollen es herausfinden und nehmen das Klettertalent in „The A.O.“ genauer unter die Lupe.

8000+
Im Juli 2016 bricht der Paraglider Antoine Girard auf, um das Karakorum mit einer dreiwöchigen Hike-and-Fly-Tour zu erkunden. Ganz allein. Von der Stadt Skardu nimmt er Kurs auf die höchsten Gipfel des Karakorum-Gebirges. Schon zweimal ist der Franzose daran gescheitert, den 8051m hohen Broad Peak zu besteigen und vom Gipfel mit dem Paraglider ins Tal zu fliegen. Nun hofft er, dass die Aufwinde seinen Schirm und ihn auf den Gipfel tragen – oder sogar darüber hinaus? Wenn ihm das gelänge, hätte er einen neuen Höhenrekord im Gleitschirmfliegen aufgestellt. Doch die Luft ist dünn zwischen den Achttausendern; Starten und Landen noch dazu äußert heikel. Vor allem, wenn man sich nur eine einzige Person verlassen kann: sich selbst.

MBUZI DUME – STRONG GOAT
„Mbuzi Dume“: Das ist Swahili und beutet soviel wie „schnelle Ziege“. Es ist der Spitzname, den die afrikanischen Bergführer Tom Belz auf seiner Kilimandscharo-Besteigung gegeben haben. Mit dem Unterschied, dass die „schnelle Ziege“ den Berg nicht auf vier, sondern auf drei Beinen erklommen hat. Genauer gesagt: auf einem Bein und zwei Krücken. Denn Tom verlor sein linkes Bein im Alter von 8 Jahren. Seither hat er das Krückenlaufen perfektioniert und steht auch auf nur einem Bein fest im Leben. Trotzdem hätte er es sich bis vor kurzem nicht träumen lassen, zum Kilimandscharo zu reisen und einen Sonnenaufgang auf 5.895 Metern Höhe zu erleben. Und erst recht nicht, dieses Abenteuer mit dem Menschen zu teilen, der ihm vor 23 Jahren das Leben gerettet hat: Dr. Klaus Siegler. Für beide steht die Herausforderung Kilimandscharo sinnbildlich für die Berge im Leben, die man zwar bezwingen muss, aber nicht zwangsläufig auch in Höhenmetern messen kann.

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