Playtime - Tatis herrliche Zeiten (dt.)

14.11.201820:15 Uhr

Eine audiovisuell verspielte Komödie über den Wahnsinn der Monotonie des Alltäglichen und der Moderne, die fast vollkommen ohne Worte auskommt.

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Eulenspiegel Kino68 FSK12

Regie Jacques Tati
Besetzung Jacques Tati, Barbara Dennek, Rita Maiden |
Länge 124 Minuten
Land / Jahr Frankreich, Italien 1968

Im futuristisch wirkenden Paris der 1960er Jahre möchte sich Monsieur Hulot eine Arbeit suchen. Die Suche nach dem Ansprechpartner Monsieur Giffard gestaltet sich jedoch weitaus schwieriger. Im modernen, gigantischen Bürogebäudekomplex, in dem eine sterile und von Monotonie geprägte Atmosphäre herrscht, laufen sie sich stets ungewollt aus dem Weg. Dafür kreuzen sich Hulots Wege immer wieder mit einer amerikanischen Touristengruppe, die die Stadt aber nur auf Plakaten und in Wolkenkratzern gespiegelt zu sehen bekommt. Bei der Eröffnung eines Nobelrestaurants entlädt sich schließlich der gesamte Wahnsinn der Monotonie des Alltäglichen und der Moderne.

Für sein in 70mm produziertes Lebenswerk ließ der französische Komiker Jacques Tati eine gewaltige Kulissenstadt, „Tativille“, aus Beton und Glas erbauen. In der Totale gefilmt erscheint die Szenerie wie ein Gemälde, in dem der Zuschauer vieles beobachten und entdecken kann. Wie all seine Filme ist auch „Playtime“ eine gesellschaftskritische Komödie, die fast ohne Worte auskommt. Die visuelle Komik wird durch absurd verstärkte „tatieske“ Geräusche von Objekten und von akustischen Gags ergänzt, mit der Tati eine eigene Welt und Klangkulisse erschafft. Zu seiner Zeit war „Playtime“ ein Misserfolg, der Tati finanziell ruinierte und von dem er sich nie wieder erholte.

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