DokumentarfilmFSK 18 (nicht geprüft)69 Min.
„Seeds of Science“ nimmt das Publikum mit auf eine Reise in abgelegene Regionen, in denen der Zugang zu Wissen – und sogar zu Grundbedürfnissen wie sauberem Trinkwasser – nach wie vor ein Privileg und keine Selbstverständlichkeit ist.
Im Anschluss an die Filmvorführung wird eine Podiumsdiskussion die im Film aufgegriffenen Themen vertiefen.
Eine Veranstaltung der Universität Duisburg Essen
Englische Originalfassung
| Regie | Thierry Herbert Kamden |
| Länge | 69 Minuten |
| Land / Jahr | Kamerun 2026 |
In vielen Gesellschaften schränken soziale und anthropologische Zwänge wie frühe Eheschließungen, tief verwurzelte patriarchale Normen, Geschlechterstereotype und „männlich“ geprägte Darstellungen von Wissenschaft die Teilhabe von Frauen an MINT-Bildung und -Berufen erheblich ein. Diese Barrieren sind global – nur etwa ein Drittel der MINT-Absolventinnen und -Absolventen sind Frauen – und bestehen aufgrund unbewusster Vorurteile fort, die Wissenschaft mit Männern assoziieren. Diese Unterrepräsentation, die aus ungleichem Zugang zu Bildung und Mentoring resultiert, wirkt sich unmittelbar auf den internationalen Wissensaustausch aus, indem sie Innovation einschränkt, zu Produkten führt, die einseitig männliche Perspektiven widerspiegeln, und den globalen Talentpool begrenzt.
Eines der Hindernisse besteht darin, dass internationales Engagement sich manchmal auf die sozialen Schnittstellen von Gesellschaften beschränkt, an denen wir nur jene finden, denen es gelungen ist, sich aus den innersten Zwängen zu befreien. Selbst wenn es diesen Menschen gelingt, sich auf internationaler Ebene Gehör zu verschaffen, ist es keine leichte Aufgabe, zur Verbesserung der Situation beizutragen. Technisches Können allein reicht nicht aus. Die Förderung einer Wissenschaftskultur – und insbesondere die Einbindung junger Frauen in MINT-Fächer – in diesen wissenschaftsfernen Gesellschaften sollte die Aufgabe aller sein, insbesondere derjenigen, die selbst aus solchen Gesellschaften stammen. Wir haben das Kino gewählt – den kürzesten Weg zwischen Wissenschaft und Gesellschaft –, um unseren Beitrag zu leisten.
Dieser Film ist all jenen gewidmet, die sich unermüdlich engagieren – jenen, die in die entlegensten Regionen vorstoßen, manchmal um den Preis ihres eigenen Lebens oder des Lebens ihrer Mentees, um Berufungen zu wecken und das gemeinsame Erbe der Menschheit zu teilen: Wissen. Wir danken allen, die mit ihren Bildern oder als Co-Autorinnen und Co-Autoren des Drehbuchs zu dieser fiktionalen Produktion beigetragen haben. Sie spiegelt den schwierigen Alltag tausender junger Mädchen in vielen Teilen der Entwicklungsländer wider – und zeigt zugleich, wie erfolgreich innovatives Engagement sein kann, wenn es an der Wurzel des Problems ansetzt.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir Sie zu einer Podiumsdiskussion ein. Die Diskussion wird die im Film aufgegriffenen Themen vertiefen – darunter Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Zugang zu grundlegenden Ressourcen – und Raum für Fragen und Austausch mit dem Publikum bieten.
Podiumsteilnehmende:
H.E. Raïssa Malu
Staatsministerin, Ministerin für Nationale Bildung und Neue Staatsbürgerschaft der Demokratischen Republik Kongo
Dr. Lisa Voskuhl
Nachwuchsgruppenleiterin „Mikrobiologie von Ökotonen“, Universität Duisburg-Essen
Priv.-Doz. Stéphane Kenmoe
Gruppenleiter „Festkörperchemie und -physik“, Universität Duisburg-Essen
Prof. Karen Shire
Prorektorin für Universitätskultur, Diversität und Internationale Beziehungen & Professorin für Vergleichende Soziologie, Universität Duisburg-Essen
Dr. Luc Allemand
Koordinator des Internationalen Sekretariats der Earth-Humanity Coalition
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In many communities, social and anthropological constraints, such as early marriage, deeply rooted patriarchal norms, gender stereotypes, and „masculine“ portrayals of science, significantly limit women’s participation in STEM education and workforce. These barriers are global—with only ~1/3 of STEM graduates being women—and persist due to implicit biases that associate science with men. This underrepresentation, which stems from unequal access to education and mentorship, directly impacts the internationalization of knowledge by limiting innovation, creating biased products, and restricting the global pool of talent.
One of the obstacles is that international engagement is sometimes limited to the social interfaces of peoples, where we find only those who have managed to break free from the innermost constraints. Even when these individuals succeed in making their mark on the international stage, contributing to improving the situation is no easy task. Technical skills alone are not enough. Promoting a culture of science—and especially the inclusion of young women in STEM fields—in these science-deficient communities should be the mission for all, particularly for those who come from such communities. We have chosen cinema, the shortest path between science and society, to do our part.
This film is dedicated to all core engagers—those who venture into the most remote regions, sometimes at the cost of their own lives or those of their mentees, in order to inspire vocations and share humanity’s common heritage: knowledge. Thank you to those who contributed through their images or script co-writing, to the production of this fiction, which reflects the difficult daily lives of thousands of young girls in many parts of the developing world, as well as the success of innovative commitment—the kind that addresses the root of the problem.
Following the screening, we invite you to a panel discussion. The discussion will explore the themes raised in the film—including education, gender equality, and access to basic resources—and will open space for questions and exchange with the audience.
Panelists:
H.E. Raïssa Malu
Minister of State, Minister of National Education and New Citizenship of the Democratic Republic of the Congo
Dr. Lisa Voskuhl
Junior Research Group Leader „Microbiology of Ecotones“, University of Duisburg-Essen
Priv.-Doz. Stéphane Kenmoe
Group Leader „Condensed Matter Chemistry and Physics“, University of Duisburg-Essen
Prof. Karen Shire
Vice Rector for University Culture, Diversity and International Relations & Professor of Comparative Sociology, University of Duisburg-Essen
Dr. Luc Allemand
Coordinator of the International Secretariat of the Earth-Humanity Coalition