1. WocheDramaFSK16119 Min.
Das über mehrere Jahre aufwendig gedrehte Historienepos erzählt von den gesellschaftlichen und persönlichen Umbrüchen während des arabischen Aufstands gegen die britische Mandatsmacht im Jahr 1936.
| Originaltitel | Palestine 36 |
| Regie | Annemarie Jacir |
| Besetzung | Hiam Abbass, Karim Daoud Anaya, Robert Aramayo |
| Länge | 119 Minuten |
| Land / Jahr | Palästina, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Katar, Saudi-Arabien, Jordanien 2025 |
Palästina 1936: Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt. Gleichzeitig siedeln sich europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in der Region an. Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf. Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands. Er schließt sich Verbündeten wie dem Hafenarbeiter Khalid an, der angesichts der eskalierenden Situation keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zur Waffe zu greifen. Während sich persönliche Schicksale und politische Umbrüche unaufhaltsam verweben, spitzt sich die Lage dramatisch zu – ein entscheidender Moment, der den Ursprung des Konflikts der gesamten Region markiert.
Eine historische Lücke versucht die palästinisch-amerikanische Regisseurin Annemarie Jacir mit ihrem Historiendrama „Palästina 36“ zu schließen, der eine entscheidende Episode der palästinensischen Geschichte dezidiert aus palästinensischer Sicht erzählt. Das ist bisweilen einseitig, Bezüge zur Gegenwart wirken oft allzu bemüht, dennoch entwickelt der Film große emotionale Kraft, die gerade in Deutschland helfen könnte, den Blick auf den Nahen Osten zu schärfen.
Quelle: Programmkino.de