LiteraturverfilmungFSK1698 Min.
Film & Gespäch mit Regisseurin KOXI: Dienstag 27. Oktober im Astra Theater!
Die Verfilmung von Elfriede Jelineks gnadenloser Geschlechterkriegsanalyse überzeugt mit einer Inszenierung voll Verve, Tempo und einem boshaften Witz, der die Düsternis des Stoffes keineswegs abmildert, sondern eher noch stärker konturiert. (Filmstarts.de)
| Regie | Koxi |
| Drehbuch | Koxi |
| Besetzung | Johanna Wokalek, Hannah Schiller, Ben Münchow, Victoria Trauttmansdorff |
| Länge | 98 Minuten |
| Land / Jahr | Deutschland, Luxemburg 2026 |
Schlafsack auf dem Boden vor dem Fitnessstudio-Kästchen, Coaching-Seminar und morgendliches Shift-Briefing (mit Verkaufslächeln-Übung): knallharte Situationen, in denen sich Brigitte (Johanna Wokalek) wiederfindet. Sie ist die Protagonistin dieser Elfriede-Jelinek-Adaption, für die Debütantin Koxi Inventur mit dem einstigen Erfolgs-Roman der späteren Nobelpreisträgerin macht, indem sie ihn aus den 1970er Jahren in den heutigen Spätkapitalismus katapultiert. Der weibliche Marktwert heute? Beim Scrollen stößt Brigitte, Messe-Hostess im mittleren Alter, auf die Schülerin Paula (Hannah Schiller), die alles tut, um Internet-Fame zu erlangen. Während die eine jugendlich ambitioniert aufzustreben scheint, beginnt sich die andere mit ihr zu vergleichen, zusehends obsessiv. Brigitte muss ihr Leben ändern, mit Kalkül ihre Ziele erreichen – aber sind es überhaupt ihre? Paula bricht mit extremeren Mitteln aus dem trostlosen Heim aus, jedoch ausweglos. „Liebhaberinnen“ ist eine dunkle Tragikomödie über die Unmöglichkeit weiblicher Erfüllung und wenig empowernde Mutter-Tochter-Beziehungen. „Nutze das Patriarchat!“ cum Selbst-Vermarktungsoptimierung.
Quelle: Berlinale