20. WocheDokumentarfilmFSK6132 Min.
Ein wuchtiger, ergreifender und fordernder Dokumentarfilm, der über zwei Stunden lang die Hinterbliebenen der Mordopfer des Hanauer Anschlags vom 19. Februar 2020 begleitet – durch Trauer und Wut und den mal erfolgreichen, mal vergeblichen Kampf um Aufklärung und Gerechtigkeit. (Filmstarts.de)
| Regie | Marcin Wierzchowski |
| Länge | 132 Minuten |
| Land / Jahr | Deutschland 2025 |
Der Film erzählt die Geschichte des rassistischen Anschlags in der hessischen Stadt Hanau im Jahr 2020 aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden. Innerhalb weniger Minuten erschoss der Täter neun junge Menschen, weil er sie nicht für Deutsche hielt. Welche direkten und langfristigen Folgen hat ein solcher Anschlag auf die Menschen und ihre Stadt? Regisseur Marcin Wierzchowski begleitete die Protagonist*innen vier Jahre lang in ihrem Umgang mit der Trauer und bei der persönlichen Verarbeitung des Verlusts eines geliebten Menschen. Er zeigt aber auch ihren Kampf um Anerkennung und Zugehörigkeit zu dem Land, das sie ihr Zuhause nennen. Die Angehörigen fühlen sich von Behörden und Politik im Stich gelassen, denn trotz vieler Worte des Mitgefühls sind sie es selbst, die die Umstände der Tat aufdecken müssen. Dabei stoßen sie auf die kalte Bürokratie eines Systems, das auf solch ein Verbrechen nicht vorbereitet ist – obwohl rechter Terror zur traurigen Normalität der deutschen Geschichte gehört.
Quelle: Berlinale